Platz für die ganze Familie im Multimar
Seit Ende Juni schwimmen die Seepferdchen des Multimar Wattforum Tönning in den neuen Aquarien. Jetzt stehen den jeweils rund 20 langschnäuzigen (Hippocampus guttulatus) und kurzschnäuzigen Seepferdchen (H. hippocampus) 1000 Liter zur Verfügung. Das ist endlich groß genug, um auch dem Nachwuchs im Becken Platz zu bieten.
Eine Besonderheit bei den seltenen Tieren ist es, dass das Männchen "schwanger" wird. Das Weibchen legt seine befruchteten Eier in die Bruttasche am Bauch des Männchen, die es dann vollständig verschließt. Nach vier bis sechs Wochen Tragzeit wird der Nachwuchs geboren: Einige Hundert ein Zentimeter kleine Seepferdchen beleben dann das Becken. Im Alter von zehn Monaten sind die Winzlinge ausgewachsen. Dann haben sie eine Länge von zehn bis fünfzehn Zentimetern erreicht. Die Eltern dieser kleinen Seepferdchen bleiben einander ein Leben lang treu.
Den Namen verdankt das Seepferdchen seiner äußeren Gestalt: Im Wasser aufrecht schwimmend ähnelt es mehr einem Pferd, als einem Fisch, zu dem es wissenschaftlich gehört. Hippocampus stammt aus dem Altgriechischen und bezeichnete einst ein Fabelwesen, dass - halb Pferd, halb Fisch - den Göttern als Reittier diente.
Weltweit gibt es 32 Arten. Mit einer Länge von zwei Zentimetern (Pygmäen-Seepferdchen) bis zu 30 Zentimetern (Riesenpferdchen) zeigen die schuppenlosen Fische eine große Formen- und Farbvielfalt.



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