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Umwelt

Die Putzerkolonne

Was würden Sie machen, wenn Ihnen als Fisch der Rücken juckt und die Flossen zu kurz sind zum Kratzen? Klar, Sie schwimmen in eine Putzerstation. Dort "wohnt und arbeitet" eine Putzkolonne aus Garnelen oder Fischen, die größere Fische von äußeren Parasiten und Hautfetzchen reinigen.

Die Putzstation ist häufig eine Höhle oder ein Überhang. Der Fisch schwimmt dort hinein und signalisiert seine "Putzwilligkeit" durch schräges Schwimmen, Abspreizen der Kiemendeckel und Öffnen des Mauls. Erst dann taucht der Putztrupp auf. Dabei gibt es ein offenbar weltweit gültiges Verhaltensmuster, mit dem sich zum Beispiel die Putzergarnelen (Hippolytidae) ausweisen: Durch spezielle Bewegungen der Fühler und Scheren signalisieren sie, dass sie putzen und nicht gefressen werden möchten. Die Weißband-Putzergarnele (Lysmata amboinensis) "krault" ihren Kunden sogar, bevor sie ihre Arbeit beginnt. Die Fische finden das klasse und fressen zum Dank auch nur sehr selten und eher unabsichtlich mal eine Garnele auf.

 

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