28.04.09

85 Jahre danach:

Was Forscher aus der Spanischen Grippe lernten

So unterschiedlich die Namen auch sind: Spanische Grippe (1918 bis 1920), Russische Grippe (1977 bis 1978) oder die aktuelle Schweine- oder Mexikanische Grippe.

Hinter den Krankheiten steckte immer der gleiche Grippevirus-Untertyp: H1N1.

Wie aggressiv der Erreger der Spanischen Grippe war, der 25 Millionen Menschen zum Opfer fielen (möglicherweise sogar bis zu 50 Millionen), rekonstruierten Forscher in einem Hochsicherheitslabor in Atlanta (USA) im Jahr 2005. Sie fanden heraus, dass das menschliche Grippevirus von einem Vogelgrippevirus stammte, welches sich minimal verändert hatte und so von Mensch zu Mensch übertragen werden konnte.

Die Proben stammten von Grippeopfern, die man aus dem Dauerfrostboden von Alaska exhumiert hatte. Die Spanische Grippe verlief damals in mehreren Wellen binnen weniger Monate. Ein Drittel der damaligen Weltbevölkerung soll sich angesteckt haben, das wären 500 Millionen Menschen gewesen. Weil Spanien als neutrales Land im Ersten Weltkrieg offener als andere Staaten in den Zeitungen über den Ausbruch berichtete, kam es zu der Bezeichnung Spanische Grippe.

An der Russischen Grippe starben in den Jahren 1977/78 weltweit schätzungsweise 700 000 Erkrankte, vielfach junge Menschen.

Ältere waren vermutlich durch ähnliche Virustypen in den Vorjahren besser geschützt. Weil die Erkrankungswelle auf junge Menschen beschränkt blieb, wird sie meist nicht als Pandemie eingestuft.

Diese Virusvariante war dem Subtyp der Jahre vor 1957 so ähnlich, dass Wissenschaftler vermuteten, das Virus stamme aus einem russischen oder chinesischen Labor, in dem es Jahrzehnte eingefroren war. Eine Bestätigung für diese These gab es aber nie.

Die Bezeichnung Schweine-Grippe für die aktuelle Seuche ist entstanden, weil Gensegmente des Virus von einer nordamerikanischen Schweine-Influenza stammen. (cri)

(cri)
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