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Medizin

Protein in der Leber treibt Blutzucker hoch

Die Inaktivierung eines Proteins in der Leber kann den Blutzuckerspiegel bei Diabetes und Metabolischem Syndrom wieder normalisieren. Das zeigen nach Angaben der Deutschen Diabetes-Gesellschaft Experimente mit insulinresistenten Mäusen. Die Forscher hoffen nun, aus dieser Erkenntnis neue Therapiekonzepte entwickeln zu können.

Im gesunden Körper halten die beiden Hormone Insulin und Glukagon aus der Bauchspeicheldrüse den Blutzuckerspiegel konstant: Insulin und sein Gegenspieler Glukagon regeln den Abbau des Zuckers im Blut zur Energiegewinnung und speichern die Vorräte in Muskeln und Leber. Sie sorgen auch dafür, dass die Leber nur dann Glukose freisetzt, wenn dies notwendig ist. Insulin hemme die Freisetzung, erklären die Experten. Bei einer sogenannten Insulinresistenz lasse die Wirkung des Insulins nach, und aus der Leber werde zu viel Glukose freigesetzt. Bei Versuchen mit insulinresistenten, diabetischen Mäusen sei festgestellt worden, dass in deren Leber das Protein PGC-1 deutlich erhöht sei. Das Eiweiß sei im Stoffwechsel für den Transport von Hormonen oder Nahrungskomponenten ins Zellinnere verantwortlich. Dort aktiviere oder deaktiviere die Zelle spezifische Gene, deren Aktivität oder Inaktivität weitere Stoffwechselprozesse in Gang setze. Bei insulinresistenten Mäusen sind diese Prozesse gestört. Wenn das Protein PGC-1 in der Leber außer Funktion gesetzt werde, normalisiere sich der Blutzuckerspiegel der Tiere auf das Niveau gesunder Kontrollmäuse.AP

 

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