Umweltgerecht kochen mit Pflanzenöl
Etwa 2,5 Milliarden Menschen in Entwicklungsländern kochen auf offenen Feuerstellen, meist mit gesammeltem Brennholz. Dies schädigt die Umwelt und oft die Gesundheit der Frauen: Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation WHO sterben jährlich mehr als 1,6 Millionen Menschen durch den Rauch, der sich in den Hütten verteilt.
100 Haushalte auf der philippinischen Insel Leyte sind von diesen Problemen erlöst. Sie nutzen einen Pflanzenöl-Kocher ("Protos"), den die BSH Bosch und Siemens Hausgeräte GmbH mit der Universität auf Leyte entwickelte.
Der Kocher erinnert an ein Camping-Utensil und hat eine neuartige Brennerkonstruktion. Sie erlaubt Temperaturen von 1400 Grad, die für eine saubere Verbrennung nötig sind. Zudem verhindert die Bauweise, daß die relativ großen Mengen an Koksrückständen den Brenner verstopfen.
"Protos" ist so konzipiert, daß er ohne Bedienungsanweisung gefahrlos zu benutzen ist. Er kostet umgerechnet etwa 30 Euro und ist somit auch für Bauernfamilien erschwinglich.
Als Brennstoff eignen sich Pflanzenöle, die lokal hergestellt werden können. Auf Leyte wird zum Beispiel Kokosöl verkocht, das eine Dorfkooperative herstellt. Mit dem Ölgeschäft verdient diese jetzt mehr Geld als zuvor durch den Verkauf der Kokosnüsse auf dem lokalen Markt.



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