Forum über die Heilkräfte der Mistel
Seit Jahrhunderten gilt die Mistel als Heilpflanze. Keltische Druiden nutzten sie. Ärzte im Mittelalter setzten sie gegen Leberleiden und zur Blutdrucksenkung ein. Auch Rudolf Steiner beschäftigte sich mit der Wirkweise. Auf ihn und seine anthroposophische Weltsicht geht der Einsatz der weißbeerigen Mistel in der Krebstherapie zurück. Von der Schulmedizin lange belächelt, "wird ihre Wirkung bezogen auf eine Steigerung der Lebensqualität nicht mehr bestritten", sagt der Internist Prof. Dr. Volker Fintelmann, ehemaliger Ärztlicher Direktor des Krankenhauses Rissen, heute Vorstand der Carl Gustav Carus Akademie, einer Fortbildungs- und Begegnungsstätte für ganzheitliche Medizin (www.carus-akademie.de). Er sieht Mistelprodukte "nicht als Konkurrenz, sondern als Ergänzung zu Chemotherapie und anderen Formen der Schulmedizin".
Die Akademie veranstaltet mit der Gesellschaft Antroposophischer Ärzte den 1. Kongress "Onkologie auf anthroposophischer Grundlage" (5. bis 6. März). Außer einer Fachtagung gibt es ein Patienten-Forum für Laien, auf dem Experten auf Fragen antworten. Das Thema: "Was kann ich von der Misteltherapie und anderen ergänzenden Therapien erwarten?"
Patienten-Forum zur Misteltherapie: Freitag, 5.3., 16-18.30 Uhr, Patriot. Ges., Trostbrücke 4-6, Eintritt frei.



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