5000 Narkose-Ärzte
Menschlich gesehen
Bevor er gestern in Hamburg ankam, stand er stundenlang im Stau. Doch diese Geduldsprobe machte Prof. Hugo v a n A k e n (56) nicht viel aus. Gut gelaunt erschien der Präsident der Deutschen Gesellschaft für Anästhesie vor der sonnigen Hafenkulisse und gab einen Überblick über die Jahrestagung der Fachgesellschaft, die vom 5. bis 8. Mai mit 5000 Teilnehmern im CCH stattfindet.
Der aus Belgien stammende Anästhesist studierte Medizin an der Universität in Löwen. Während der Facharztausbildung verbrachte er bereits ein Jahr an der Uniklinik Münster, wo er schließlich eine Stelle als Oberarzt antrat. Dann begann eine steile Karriere: Mit 35 Jahren erhielt van Aken einen Lehrstuhl für Anästhesie in Löwen. Neun Jahre später wurde er Professor an der Uniklinik in Münster, wo der Vater von drei Kindern mit seiner Ehefrau und seiner jüngsten Tochter (12) auch heute lebt.
Besonders am Herzen liegen dem Mediziner, der vier Sprachen spricht, die Kontakte in andere Länder. So ist er Ehrenmitglied der Amerikanischen Gesellschaft für Anästhesie und Generalsekretär der International Anaesthetic Research Society.
Bei so vielen beruflichen Aktivitäten bleibt für Privates kaum Zeit. "Ich spiele gern Golf, aber mit hohem Handicap, weil ich so selten dazu komme", sagt van Aken. Zur Entspannung mit klassischer Musik bleibt öfter Zeit.



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