Erfolgreich, aber umstritten
Bei der Behandlung bestimmter Formen der Leukämie setzen Ärzte auch Stammzellen aus Blut oder Knochenmark ein. 1800 Patienten erhielten 2005 Stammzellen von Fremdspendern (allogene Transplantation), 2600 Patienten bekamen eigene Stammzellen (autologe Transplantation). Damit verwirklichen die Ärzte Hoffnung, die in die Stammzellforschung gesetzt wird - mit adulten Stammzellen, die als ethisch unproblematisch gelten, da sie nach der Geburt entnommen werden.
"Wir behandeln Patienten, die an einer akuten Leukämie leiden, dann mit einer allogenen Transplantation, wenn sie so die höchsten Heilungschancen haben", so Oberarzt Prof. Nicolaus Kröger von der Interdisziplinären Klinik für Stammzelltransplantation am UKE.
Doch es gibt Streit um diese Therapieform. Das "Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen" urteilte im Juni vergangenen Jahres, dass sie nicht besser sei als die herkömmliche Chemotherapie. Obwohl in mehr als 20 Stellungnahmen und auf einer Anhörung diese Einschätzung als "wissenschaftlich nicht haltbar" zurückgewiesen wurde, gibt es - trotz Ankündigung - keinen neuen Bericht des Instituts. Von ihm hängt ab, ob die Kassen die innovative, aber teure Therapie weiterhin erstatten können.



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