Noch langer Weg bis zur Stammzelltherapie
Bis es den erhofften Ersatzteilkasten aus Stammzellen geben wird, wird es noch "irrsinnig lange" dauern, sagte der Vizepräsident der Max-Planck-Gesellschaft, Prof. Herbert Jäckle auf dem Treffen von Stammzellforschern in Kobe (Japan). "Und selbst wenn es gelingen sollte, embryonale Stammzellen zu Insulin produzierenden Zellen werden zu lassen: Wie wollen wir prüfen, daß diese Zellen genau das tun, was wir möchten? Woher wollen wir wissen, wie lange die einmal umprogrammierten Zellen ihre Aufgabe wahrnehmen?" Momentan sei die Stammzelltherapie nur eine Willenserklärung der Wissenschaft.
"Es ist unmöglich, Babys durch reproduktives Klonen zu schaffen", betonte der renommierte Forscher Shin Yong Moon. In absehbarer Zeit bestünde aus technischen Gründen keine Gefahr, daß ein geklonter Mensch zur Welt kommt, sagte der südkoreanische Gynäkologe, der zu den Forschern gehört, die 2004 erstmals einen menschlichen Embryo geklont hatten. Moon spricht sich dafür aus, mit den Embryonen zu experimentieren, die in Fruchtbarkeitskliniken anfallen und Frauen nicht mehr eingepflanzt werden.



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