Mexiko-Grippe
Immer mehr Länder betroffen, Russland stoppt Fleisch-Einfuhr
Die Mexiko-Grippe breitet sich weiter aus. Die weltweite Zahl der nachgewiesenen Fälle stieg innerhalb eines Tages um mehr als 200 auf 1269. Insgesamt sind 21 Länder betroffen, elf in Europa.
In Deutschland bestätigte das Robert Koch-Institut (RKI) den neunten Grippefall. Der infizierte 38-Jährige aus dem Harzkreis (Sachsen-Anhalt) sei ebenfalls ein Mexiko-Rückkehrer, sagte RKI-Präsident Jörg Hacker.
Der Verlauf der Krankheit sei bei ihm jedoch so leicht, dass er nicht ins Krankenhaus müsse, sondern zu Hause isoliert werde. Darüber hinaus würden zurzeit sechs weitere Verdachtsfälle geprüft. Der RKI-Präsident sieht für Deutschland "eine gewisse Stabilisierung der Lage", aber noch keinen Grund zur Entwarnung.
Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) begann mit der Verteilung von 2,4 Millionen Dosierungen von Antigrippemitteln an 72 bedürftige Länder, darunter Mexiko. Das Land ist mit Abstand am schwersten von dem neuen H1N1-Grippevirus betroffen, nach jüngsten offiziellen Angaben wurden 802 Menschen infiziert, 26 starben. Dennoch sehen die Gesundheitsbehörden die Gefahr abflauen. Die Schulen in Mexiko werden schrittweise wieder geöffnet.
Unterdessen droht wegen der Mexiko-Grippe ein Handelskonflikt zwischen Russland und der EU. Russland blockiere die Einfuhr lebender Schweine und von Schweinefleisch-Produkten aus Spanien, teilte die Europäische Kommission mit. Sie habe wegen dieser "aus wissenschaftlicher Sicht ungerechtfertigten Maßnahme" ein Schreiben an die russischen Behörden gerichtet.



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