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Neues vom Campus

Bewegende Briefe

"Sie ist, was ich eine schöne Seele nennen möchte", sagte Goethe über die jüdische Schriftstellerin Rahel Levin. Die Hamburger Staats- und Universitätsbibliothek zeigt eine Ausstellung der Varnhagen Gesellschaft um das Schriftsteller-Paar Rahel Levin (1771-1833) und Karl August Varnhagen von Ense (1785-1858).

Zentrales Thema der Buchausgaben, Kunstwerke und Briefe ist der rege Austausch zwischen den Varnhagens und bedeutenden Zeitgenossen wie Schlegel, Heine, den Gebrüdern Humboldt oder Tieck. Nach dem Tod Rahels wurden Tausende ihrer Briefe durch Karl August Varnhagen von Ense in Buchform veröffentlicht. Die beeindruckende Autographensammlung verhalf dem Brief als literarische Form zu Anerkennung und zeugt vom Aufkommen der liberalen Salonkultur in Berlin, initiiert von einer Intellektuellen, die sich vom damaligen Frauenbild abhob.

Die Original-Handschriften - nach dem Zweiten Weltkrieg verschollen, heute in der Krakauer Jagiellonischen Bibliothek - sind Gegenstand schwieriger Verhandlungen über die Rückgabe von Kulturgütern. (hpmip/hplh)

Die Ausstellung: Staats- und Universitätsbibliothek, Von-Melle-Park 3, bis 2.10., Mo-Fr: 9-21; Sa 10-18 Uhr.

 

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