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Neues vom Campus

Uni: Keiner weiß, warum es ihn trifft

Kommentar

Hamburgs Hochschulen sind reif für eine Reform. Sie müssen schmerzhafte Korrekturen in Kauf nehmen, wenn sie im Wettbewerb mit anderen Unis bestehen wollen. Wissenschaftssenator Jörg Dräger hat ein mutiges Konzept vorgelegt und die Ziele klar benannt: Es sollen mehr Studenten zum Examen gelangen und weniger ihre Ausbildung abbrechen. Nicht mehr eine Vielzahl von Instituten, sondern größere wissenschaftliche Einheiten, so genannte Schools oder Fakultäten, sollen klare Zuständigkeiten schaffen. Und Hamburg soll sich bei der Fächerwahl auf seine Stärken konzentrieren und die Schwachstellen ausschalten. So weit, so gut.

Jetzt stehen die ersten Fächer und Institute auf der Abschussliste. Diesen schwierigsten Teil der Operation überlässt der Senator der Universitätsleitung. Und die geht nach einem Muster vor, das nicht mehr zu durchschauen ist. Da bleiben quälende Fragen: Werden jetzt wirklich die Fächer gestrichen, die im Leistungsvergleich hinterherhinken? Oder wird nach dem Prinzip des geringsten Widerstands entschieden? Müssen jene mehr bangen, die in der Hochschule keine Lobby haben und sich am schlechtesten wehren können? Oder wird wieder nur der Rasenmäher angesetzt nach der Methode: überall ein wenig abrasieren und so allen schaden, aber niemandem nützen? In der Uni wäre die Stimmung besser, wenn die Kriterien so offen lägen wie in dem - in der Uni umstrittenen - Hochschulgutachten von Klaus von Dohnanyi.

 

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