AIDS-Forscher: Erfolg mit Affenviren
Im weltweiten Kampf gegen die Immunseuche Aids sind Hamburger Forscher einen kleinen Schritt vorangekommen. Michael Schindler (30) vom Heinrich-Pette-Institut für Experimentelle Virologie und Immunologie beschäftigt sich seit Jahren mit der Frage, warum Affen so gut wie nie an Aids erkranken, obwohl sie mit einem ähnlichen Virus infiziert sind, wie HIV-Patienten. Dass dabei ein bestimmtes Protein namens Nef eine Rolle spielt, konnte er mit seinem Kollegen Frank Kirchhoff aus Ulm nun erstmals durch Untersuchungen an lebenden Mangabenaffen beweisen.
Bei den Affenviren schütze das Protein die infizierten T-Zellen (sie gehören zu den weißen Blutkörperchen), indem es einen wichtigen Rezeptor von deren Oberfläche entfernt, erklärt der preisgekrönte Nachwuchsforscher. "Vielleicht können wir hier einen alternativen therapeutischen Hebel ansetzen, um Aids zukünftig zu verhindern."
Nach Angaben des Aids-Programms der Vereinten Nationen (UNAIDS) waren Ende 2007 weltweit 33,2 Millionen Menschen mit HIV infiziert. In Deutschland waren es dem Robert-Koch-Institut zufolge etwa 59 000 Menschen.



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