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Forschung

Tintenfische sind mit Muscheln und Schnecken verwandt

Tintenfische sind trotz ihres Namens keine Fische. Vielmehr gehören die Kopffüßer (Cephalopoda) zu den Weichtieren (Mollusken). Sie sind also mit Schnecken und Muscheln verwandt.

Die hochentwickelten, intelligenten, äußerst vielgestaltigen Tiere bevölkern seit etwa 350 Millionen Jahren die Erde. Gegenwärtig sind ungefähr 1000 Arten bekannt, "vermutlich gibt es aber noch mehr", sagt der Kieler Tintenfischexperte Dr. Uwe Piatkowski, einer von weltweit insgesamt 250 Wissenschaftlern, die diese Meerestiere erforschen.

Fast alle Tintenfische haben einen Tintenbeutel, der in den Darm mündet und aus dem bei Gefahr ein dunkelbrauner Farbstoff abgegeben wird. Diesem Farbstoff verdanken die Tiere den Namen Tintenfisch.

Tintenfische haben blaues Blut und drei Herzen, ihr Auge funktioniert wie das menschliche - sie können also räumlich sehen und nehmen Farben wahr. Die Tiere schmecken mit den Armen und ihre Gedanken spiegeln sich in den wechselnden Farbmustern auf der Körperoberfläche wider. "Meine neue Art hat vielleicht sogar ein Empfindungsorgan an den Tentakeln", sagt Uwe Piatkowski.

Der Kopf des Tintenfisches, der den Mund, die Augen und das Gehirn trägt, ist bei den Kraken mit vier saugnapftragenden Armpaaren besetzt. Kalamare und Sepien besitzen neben den vier Armpaaren außerdem zwei zu Tentakeln modifizierte Fangarme, die dem gezielten Ergreifen der Beute dienen. "Die Saugnäpfe an Armen und Tentakeln sind für jede Art charakteristisch", erläutert Piatkowski. Die Alt-Tintenfische - zu denen die ausgestorbenen Ammoniten und als lebendes Fossil der Nautilus zählt - haben als einzige Tintenfische noch eine äußere Schale.

Die Tiere, die in allen Meeren rund um den Globus vorkommen, leben in der Regel nur ein Jahr. Sie sterben nach dem Laichen, die meisten Arten betreiben keine Brutpflege.ang

 

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