Erfolgsmodell: kollektive Intelligenz
Insektenforscher haben sich immer schon für Ameisen interessiert. 1992 entdeckten auch Informatiker, wie der Italiener Marco Dorigo, die Vorteile der "kollektiven Intelligenz" der Tiere: Sie handeln in selbstorganisierten Gruppen. Oberstes Gebot: die Einfachheit. So lösen sie komplexe Probleme durch viele einfache Verhaltensweisen einzelner. Weltweit gibt es 9500 Ameisenarten und schätzungsweise zehntausend Billionen Ameisen. Obwohl die Tiere nur zwischen einem und fünf Milligramm wiegen, bilden sie etwa zehn Prozent der gesamten auf der Erdoberfläche lebenden tierischen Biomasse. In Japan gibt es eine der größten Kolonien: Rund 306 Millionen Ameisen mit 1,08 Millionen Ameisen-Königinnen leben in 45 000 miteinander verbundenen Nestern auf einer Fläche von 2,7 Quadratkilometern. Die Ameisen erfüllen eine wichtige Aufgabe. Mehr als 85 Prozent aller toten Tiere werden von Ameisen gefressen.



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