März 2009
Nach einem langen Flug bin ich glücklich, am Sonntagabend um 22.30 endlich wieder zu Hause zu sein. Ich habe mich sehr auf meine Frau Jeanette und meinen jüngsten Sohn Sevan gefreut.
Hamburg-Harburg: Nach einem langen Flug bin ich glücklich, am Sonntagabend um 22.30 endlich wieder zu Hause zu sein. Ich habe mich sehr auf meine Frau Jeanette und meinen jüngsten Sohn Sevan gefreut.
Am Montag morgen scheint die Sonne: Der Import des Frühlings von Tokio nach Hamburg hat also schon 'mal geklappt. Jetzt müssen nur noch die Proben heil ankommen. Um 10 Uhr dann die Erlösung: Der Kurier bringt die wertvolle Fracht zur TU Hamburg-Harburg und wir stellen beruhigt fest, dass die Trockeneiskühlung gehalten hat. Nichts wäre schlimmer gewesen, als wenn das Trockeneis wärend des Transports nicht gereicht hätte.
Meine Mitarbeiter und ich verstauen die Proben sofort in unseren Kühltruhen. Jetzt beginnt die spannende Arbeit im Labor. Ich hoffe, dass es uns gelingen wird, neuartige Mikroorganismen aus den Sedimentsproben zu isolieren und interessante Enzyme in ihnen zu finden, die wir biotechnologisch einsetzen können. Fünf Mitarbeiter werden in den kommenden Monaten damit beschäftigt sein, die Proben auszuwerten. Die Charakterisierungen im Detail werden im Rahmen von Diplom- und Doktorarbeiten durchgeführt und am Ende stehen Veröffentlichungen in Fachmagazinen zusammen mit unseren japanischen Kollegen.
Bevor wir aber so weit sind, muss ich erst einmal den Stapel Post, der heute morgen auf meinem Schreibtisch lag, durcharbeiten. Während meiner Reise ist natürlich einiges liegen geblieben, das ich jetzt aufarbeiten muss. Trotzdem werde ich mir die Zeit nehmen, so häufig wie möglich die spannenden Forschungsarbeiten in meinem Labor zu verfolgen.
Hinter meinen Mitarbeitern und mir liegen zehn aufregende Tage, doch die Spannung bleibt weiterhin groß, schließlich müssen wir den Proben aus dem Meeresboden ihre mikrobiologischen Geheimnisse entlocken.



100. Geburtstag
Axel Springer
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Das Rätsel des Tages



