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Forschung

Forschungsexpedition mit der "Chikyu"

Ein deutsch-japanisches Forscherteam untersucht mit Hilfe des weltweit modernsten Forschungsschiff, der "Chikyu" den Meeresboden in der Suruga-Bucht. Das Bohrwerkzeug wird dabei bis zu 65 Meter tief in den Meeresboden vordringen. Die Bohrstelle ist aus geologischer Sicht äußerst interessant, da sich in der Bucht über Millionen von Jahren Sedimentschichten - teils vulkanischen Ursprungs - in Wassertiefen bis zu 1500 Meter abgelagert haben.

Im Rahmen einer 10-tägigen Expedition will ein deutsch-japanisches Forscherteam Bohrkerne untersuchen, die aus dem Meeresboden in 800 m Wassertiefe in der Bucht von Suruga geborgen werden. Das Bohrwerkzeug wird dabei bis zu 65 Meter tief in den Meeresboden vordringen. Die Bohrstelle ist aus geologischer Sicht äußerst interessant, da sich in der Suruga-Bucht über Millionen von Jahren Sedimentschichten - teils vulkanischen Ursprungs - in Wassertiefen bis zu 1500 Meter abgelagert haben.

Für die Bergung der Bohrkerne wird das weltweit modernste Forschungsschiff "Chikyu", ins Deutsche übersetzt bedeutet der Name "Erde", eingesetzt. Das Schiff wird von der Japan Agency for Marine-Earth Science and Technology (JAMSTEC) betrieben. Die Bohrkerne werden noch an Bord chemisch und mikrobiologisch untersucht. Ziel ist es, neuartige Mikroorganismen zu isolieren, die auf Grund der extremen Lebensbedingungen als stabile Biokatalysatoren taugen.

Die deutschen Forscher interessieren sich dabei vor allem für die Mikroorganismen, die auch ohne Sauerstoff leben können. Die japanischen Kollegen untersuchen Bakterien und Pilze, die nur in Gegenwart von Sauerstoff kultiviert werden können. Zusätzlich werden die Bohrkerne mit Hilfe moderner molekularbiologischer Techniken analysiert, um Gene für biotechnologisch relevante Biokatalysatoren direkt in den Sedimenten aufzuspüren. Des Weiteren soll die mikrobielle und enzymatische Diversität durch Genomanalysen untersucht werden.

Geplant ist ein fünftägiger Aufenthalt auf der "Chikyu" mit ingesamt drei Bohrversuchen. Anschließend werden die Proben im JAMSTEC-Hauptquartier in Yokosuka weiter bearbeitet. Einige tiefgefrorene Proben werden in Hamburg analysiert werden.

Das deutsche Team besteht aus vier Wissenschaftlern des Instituts für Technische Mikrobiolgie an der Technischen Universität Hamburg-Harburg unter der Leitung von Professor Garabed Antranikian. Das 10-köpfige japanische Team wird von ProfessorKoki Horikoshi geleitet, der seit 15 Jahren eng mit Professor Antranikian kooperiert. Die technische Crew der "Chikyu" umfasst 100 Mitarbeiter.

 

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