Eine Weltpremiere fand kürzlich im Planetarium Hamburg statt: Zum ersten Mal flimmerten hochbrillante Bilder in einer Rundum-3-D-Projektion über eine klassische Planetariumskuppel.

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"Das ist ein Vorgeschmack auf die Zukunft der Planetarien, auch auf die des Hamburger Planetariums", so Direktor Thomas Kraupe begeistert.

Vier hochauflösende und zugleich extrem helle Projektoren kombiniert mit speziellen Optiken und Filtern sorgten für die perfekte 3-D-Illussion. So wähnten sich die Zuschauer völlig unerwartet im Maul eines Hais oder im Innern von Nanoröhren.

"Endlich kann man den Kosmos verstehen, die Abstände begreifen", freute sich Kraupe. "Die ungeheure Bildqualität erlaubt zudem die realistische Darstellungen von Umweltphänomenen. Der Klimawandel und andere Prozesse auf unserer Erde lassen sich in bisher ungeahnter Weise veranschaulichen."

Mit dieser Technik würde das Planetarium nicht nur das weltweit brillanteste Sternentheater. Diese Technik eröffne die Chance, das Planetarium zu einem internationalen Kompetenzzentrum Sonne-Erde-Mensch und zu einem Bildungszentrum zum Klimawandel zu entwickeln. "Das wollen wir in Zusammenarbeit mit dem Zentrum für Marine und Atmosphärische Wissenschaften aufbauen", so Kraupe. Die Nachrüstung des Planetariums Hamburg mit dieser Technik, die von der US-Firma "Sky-Skan" und der deutschen Firma "Infitec" in Ulm entwickelt wurde, würde 1,3 Millionen Euro kosten.ang