Hamburg soll in der HafenCity ein Wissenschafts-Museum, neudeutsch "Science Center", erhalten. Es soll auf 7700 Quadratmetern Ausstellungen und ein Aquarium beherbergen und - möglicherweise - auch das Planetarium aufnehmen, das seit seiner Eröffnung am 30. April 1930 im Wasserturm im Stadtpark in Hamburg-Winterhude beheimatet ist.
Ein Vertrag, den die Stadt mit den Investoren für das Großprojekt abgeschlossen hat, sorgte im Herbst vergangenen Jahres für viel Wirbel. Denn er sieht vor, daß der Investor von der Stadt einen Baukostenzuschuß in Höhe von 32 Millionen Euro erhält. Weitere 14 Millionen Euro soll die Stadt für den "Umzug und die Ergänzungsausstattung des Planetariums sowie die Ausstattung des Bereichs Science Center (. . .)" investieren. Diese Summe muß die Stadt auch dann zahlen, wenn das Planetarium im Stadtpark bleiben sollte. Insgesamt stellt die Stadt somit eine Summe von 46 Millionen Euro zur Verfügung. Zugleich hat die Kulturbehörde erneut betont, daß die Stadt gegenüber dem Investor keine Verpflichtung eingegangen sei, daß das Planetarium Teil des Science Centers sein muß.
Verpflichtet hat sich die Stadt, jährlich 661 000 Euro als Betriebskostenzuschuß zu gewähren. Um die Betriebskosten zu decken, will die Kulturbehörde eigens dafür eine Stiftung ins Leben rufen, wie Kultursenatorin Karin von Welck auf dem Hamburger Wissenschaftsforum erläuterte.
Insgesamt sind die Planungen noch nicht abgeschlossen, so die Senatorin auf dem Forum. Vielmehr werde erst im Sommer entschieden, welchen Zuschnitt das neue Museum erhalten wird und ob das Planetarium in die HafenCity umziehen wird. Im Jahr 2011 soll das Hamburger Science Center dann seine Türen öffnen.









