Mitteleuropas älteste Fossilien
In einem Steinbruch bei Wattendorf (Landkreis Bamberg) sind die ältesten Fossilien in Kalksteinplatten Mitteleuropas entdeckt worden.
Die Versteinerungen seien älter als die bislang ältesten Funde von Solnhofen, sagte der Direktor des Bamberger Naturkundemuseums, Matthias Mäuser.
Zwei urzeitliche Haie und eine 60 Zentimeter lange Schildkröte sind die Prachtexemplare der 4000 Funde. Die Wissenschaftler gruben außerdem Krebse, Fische und andere Kleintiere aus, auch Tier- und Pflanzenarten, die noch nie beschrieben worden sind.
Das Alter der Fossilien schätzt Mäuser auf 150 Millionen Jahre. Dies lasse sich durch die Ammoniten-Art bestimmen. Nach seiner Einschätzung sind die Wattendorfer Funde bedeutsam für die Erforschung der Erdgeschichte. Der größte Teil Mitteleuropas war vor 150 Millionen Jahren von einem tropischen Meer bedeckt, das zwischen 40 und 140 Meter tief war. Dort lebten große Raubfische wie z. B. Haie. Nicht immer erwischten diese ihre volle Beute. Teile der toten Fische fielen auf den Meeresgrund, so Mäuser, und wurden dort vermutlich durch den hohen Salzgehalt des Wassers konserviert. Bislang sind nur einzelne Stücke präpariert worden. Sie sind im Bamberger Naturkundemuseum ausgestellt. Für 2007 ist eine Sonderausstellung geplant.




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