Pilotprojekt: Experten beantworten (fast) jede Frage - kostenlos
"Aktuelle und verlässliche Infos"
Hamburger Abendblatt:
Was bringt mir das Wissen über das Deep Web?
Anne Christensen:
Unglaublich viel - aber wichtig ist nicht nur die Masse. Das Deep Web bietet ganz andere Inhalte, z. B. spezielle Datenbanken oder elektronische Fachzeitschriften. Diese Ressourcen sind für die wissenschaftliche Arbeit unerlässlich: Wer zu Impfstoffen für Noroviren oder dem Kriminalroman in der DDR forscht, benötigt möglichst vollständige, aktuelle und verlässliche Informationen darüber, was die jeweiligen Kollegen im In- und Ausland bereits zu dem Thema publiziert haben. Genau hier können wir Fachleute helfen.
Abendblatt:
Ist "Fragen Sie Hamburger Bibliotheken" kostenlos für den Nutzer?
Christensen:
Ja. Und über uns kommen Sie kostenlos an Datenbanken, für deren Dienste Sie normalerweise schon mal 30 Euro pro Anfrage zahlen müssten. Gute Datenbanken sind teuer. Wir haben im vergangenen Jahr für 700 000 Euro Lizenzen für die Nutzung von Deep-Web-Ressourcen gekauft.
Abendblatt:
Bekommen Sie mehr Anfragen von Laien oder von Wissenschaftlern?
Christensen:
Hier vor Ort überwiegt die Nutzung durch Studierende und Lehrende der Universität. Aber der Service wird intensiv auch von Bürgern der Stadt genutzt.
Abendblatt:
Und doch gibt es einen Nachfragemangel. Erstaunt Sie das?
Christensen:
Ja, denn unser Service ist wirklich, da muss ich jetzt mal Eigenlob betreiben, großartig. Wir befragen für den Kunden spezielle Datenbanken und Verzeichnisse, er bekommt Hinweise auf Literatur zu seinem Thema und Tipps für weitere Recherchequellen. Oder wir geben handfeste Auskünfte zu Ländern, Personen und Statistiken. Wer schnuppern will, was das Deep Web an Informationen bereithält, ist bei uns genau richtig.



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