Montag, 28. Mai 2012, 03:32

Abendblatt als Startseite | Aboservice | E-Paper

www.abendblatt.de

  • E-Mail
  • Singles
  • Branchenbuch
  • Jobs Hamburg
  • Immobilien Hamburg
  • Kleinanzeigen
  • Trauer
  • Rechner
  • Ticket kaufen

Computer

Er erhielt vier Ehrendoktorwürden - eine kurze Biographie

Joseph Weizenbaum wurde am 8. Januar 1923 in Berlin als Sohn eines Kürschnermeisters geboren. 1936, vier Monate nachdem die Nürnberger Rassengesetze verkündet worden waren, floh die jüdische Familie in die USA.

Dort studierte Weizenbaum zunächst Mathematik. An der Wayne University Detroit begann er seine Karriere. Zuvor hatte er im Zweiten Weltkrieg bei der US-Luftwaffe gedient.

Bei General Electric (1955- 1963) entwickelte er "ERMA", das erste Computer-Banksystem. Mit "SLIP" schuf er eine der frühen Programmiersprachen. Der Durchbruch kam 1966 mit "Eliza". Das Programm entwickelte er am MIT, wo Weizenbaum als "Professor für Computer Science" bis 1988 arbeitete. Seitdem ist er emeritiert.

"Eliza" war ein Wendepunkt in seinem Leben. Seit dieser Zeit mahnt Weizenbaum, der auch in der Friedensbewegung aktiv ist, den kritischen Umgang mit Computern und die Verantwortung des Forschers für sein Tun. 2002 verlieh ihm die Gesellschaft für Informatik die Ehrenmitgliedschaft. Er ist Träger des Großen Bundesverdienstkreuzes, mit dem Preis der Dagmar-und-Vaclav-Havel-Stiftung ausgezeichnet und hat vier Ehrendoktorwürden, darunter die der Uni Hamburg.

1995 kehrte der Vater von vier Töchtern und Opa von fünf Enkeln nach Berlin zurück. Bis heute ist er US-Bürger geblieben.ang

 

Artikel versenden

Bitte füllen Sie alle mit * gekennzeichneten Felder aus

Weiterführende Links