Tom Clancy’s EndWar
Eigentlich sollte Tom Clancy’s EndWar gar nicht für den heimischen PC, sondern nur für die Konsolen XBOX360 und Playstation 3 erscheinen. So war jedenfalls noch die Ansage bei der letzten Games Convention in Leipzig. Umso erstaunter war ich, als mir dieser Tage ein solches Rezensionsexemplar für den Heimcomputer aus dem Briefkasten entgegen purzelte. Bilder zum Computerspiel EndWar.
Foto: Ubisoft
Bei EndWar handelt es sich um ein Strategiespiel, das den dritten Weltkrieg im Jahr 2020 als Szenario präsentiert. Drei mächtige Fraktionen kämpfen um die Herrschaft über unseren blauen Planeten. Russische Spetznaz, das European Enforcer Corps und die US-Joint Strike Force rangeln um Territorien. Es werden also alte Feindbilder wieder belebt. So finden einige der Schlachten dann auch in Moskau, Washington oder Paris statt.
Alles schon einmal da gewesen? Stimmt! ABER….
Wirklich neu und gelungen ist die Steuerung der Einheiten. Statt mit der Maus auf der Suche nach den eigenen Truppen, die sich dann auch noch gut versteckt im Unterholz eines Waldes unsichtbar gemacht haben, über den Bildschirm zu wuseln, reicht ein gesprochenes "Einheit Eins Kamera", und schon saust die Perspektive über den gesuchten Truppenteil. Die Spracheingabe der Befehle funktioniert nach kurzem "Training" mit der Software einwandfrei nurnuschelnsolltemannicht.
Jedes Schlachtfeld besteht aus mehreren Checkpoints. Die Partei, die die Mehrzahl dieser Punkte einnehmen und über einen bestimmten Zeitraum kontrollieren kann, gewinnt den Kampf. Bezeichnet sind diese Punkte mit Buchstaben aus dem NATO-Alphabet. Alpha steht also für A, Bravo für…. - sie wissen schon.
Möchte man beispielsweise die "Einheit 1", einen Trupp Pioniere, dazu bewegen, den Kontrollpunkt "C" einzunehmen, reicht der Befehl: "Einheit 1 sichere Charlie" und schon marschieren die Fußsoldaten los, übernehmen den Checkpoint und suchen sich anschließend in der Nähe eine feste Deckung, um sich vor den zu erwartenden Feindangriffen zu schützen.
Zur Unterstützung der Pioniere sollte vielleicht noch der eine oder andere Panzer mitgeschickt werden. Mit Helikoptern lässt sich der Feind aus der Luft ausspähen und bekämpfen. Einheiten sammeln in Gefechten Erfahrung, die sich positiv auf ihre Kampfstärke auswirkt. Man muss sich also gut überlegen, ob man eine alt gediente Veteraneneinheit als Kanonenfutter opfert oder lieber mit "Einheit X zurückziehen" in Sicherheit bringt. Wer seinen Mitbewohner gemeint sind hier die realen (man munkelt, die gäbe es wirklich) nicht mit militärischem Befehlston auf die Nerven gehen möchte, darf EndWar natürlich auch gerne mit der Maus steuern.
Selbstredend lassen sich Schlachten nicht nur gegen den Computer führen. Auch die Online-Gemeinde darf sich die Kommandos um die Ohren hauen. Das Mindestalter für stimmgewaltige PC-Generäle hat die USK (Unterhaltungssoftware Selbstkontrolle) auf 16 Lenze festgelegt.
Fazit: Für erfahrene Strategen ist EndWar wohl ein bisschen zu einfach und die Story etwas zu dünn. Gelegenheitsspieler und Anfänger kommen aber voll auf ihre Kosten. Die Sprachsteuerung ist erstaunlich gelungen und macht richtig Spaß.




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