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Wissen

Frösche könnten Herz- und Schmerzmittel liefern, doch die Tiere sind vom Aussterben bedroht

Das weltweite Aussterben von Tier- und Pflanzenarten könnte einen großen Verlust für die medizinische Forschung bedeuten, warnten Experten des Uno-Umweltprogramms (Unep) und des Weltnaturschutzverbandes IUCN anlässlich der Bonner Uno-Konferenz zur Biologischen Vielfalt. Als Beispiel nannten sie den Schwund von Amphibien - fast ein Drittel der 6000 weltweit bekannten Arten sei bereits vom Aussterben bedroht, so die Studie.

Darunter seien der Panamesische Pfeilgiftfrosch, dessen Gift zu neuen Herzmedikamenten führen könne, sowie sein Verwandter in Ecuador, der als mögliche Quelle für neuartige Schmerzmittel gilt. Auf der Haut des Afrikanischen Krallenfrosches finden sich antibakterielle Wirkstoffe; der Mexikanische Laubfrosch könnte womöglich Blutdruck senkende Medikamente liefern.

Die heilenden Wirkungen von Bärengallen sind in Südostasien längst bekannt, dort blüht ein Schwarzmarkt, weil der Handel mit Bärenprodukten reglementiert ist. Ebenfalls bedroht sind Haie - eine weitere Überfischung könnte dazu führen, dass die Quelle für neue Antibiotika, Appetitzügler, Mittel gegen Nierenerkrankungen oder gegen Tumore versiegt, bevor sie erschlossen werden konnte.

"Lebensraumvernichtung, die Zerstörung von Ökosystemen, Verschmutzung, Übernutzung und der Klimawandel sind die stärksten Faktoren, die das Naturkapital des Planeten abbauen. Und mit ihm eine Fundgrube von medizinischen Schätzen", kommentierte der Unep-Generalsekretär Achim Steiner.hi/ARCOS

 

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