Das Fest der Forschung
Bremen - Vom 22. bis zum 28. August feiert die Hansestadt den Wissenschafts-Sommer
Wie lange reichen unsere Bodenschätze? Wie ist das Leben entstanden? Warum bebt die Erde? Wieso brechen Vulkane aus? Wie verändert sich das Magnetfeld der Erde? Kippt das Klima? Alle diese Fragen beschäftigen Geowissenschaftler. Auf dem diesjährigen Wissenschaftssommer, der vom 22. bis zum 28. August in Bremen stattfindet, können sich Laien über die vielfältige und durchaus spannende Tätigkeit der Geowissenschaftler informieren. Diese Forscher dringen in das Innere der Erde und die höchsten Schichten der Atmosphäre vor, sie untersuchen Kontinente und tauchen ab in die Ozeane, sie arbeiten in tropischen Regenwäldern und eisbedeckten Polargebieten. Ihr Ziel ist es, zu verstehen, welche Prozesse auf und in der Erde ablaufen. "Diese Erkenntnisse sollen nicht nur die Neugier stillen, sondern auch dazu beitragen, die Erde schonend zu nutzen und sie unseren Nachkommen möglichst intakt zu erhalten", so Professor Gerold Wefer vom Zentrum für Marine Umweltwissenschaften der Universität Bremen (MARUM). Gemeinsam mit der Initiative "Wissenschaft im Dialog" veranstaltet MARUM den Wissenschaftssommer. Er ist der Höhepunkt des Jahres der Geowissenschaften 2002. Bereits zum dritten Mal bündelt diese Veranstaltung eine Vielzahl von Aktivitäten aus einer einzelnen wissenschaftlichen Disziplin. Und auch dieses Mal lockt er wieder mit einem vielseitigen, unterhaltsamen und spannenden Programm. Wissenschaft, Kunst und Musik laden mit Filmen, in Ausstellungen, Vorträgen, Talkshows und anderen Veranstaltungen zum Nachdenken und Miteinanderreden nach Bremen ein. Veranstaltungen zu den Elementen Erde, Feuer und Luft waren bereits Publikumsmagneten in Berlin, Köln und Leipzig. In Bremen wird nun das Element Wasser im Mittelpunkt aller Veranstaltungen stehen. "Wie in den vergangenen Jahren wird auch in Bremen wieder besonders nachdrücklich die Begegnung mit der Jugend gesucht", sagt Professor Joachim Treusch, Vorsitzender von "Wissenschaft im Dialog". Dafür wurde ein umfangreiches Kinder- und Jugendprogramm entwickelt. Ein Highlight des Programmes ist sicherlich das "Schullabor auf Kleiner Fahrt". Auf einem originalgetreu nachgebauten Weserlastkahn werden von der Schachte, dem historischen Anlegeplatz in der Altstadt, Fahrten auf die Weser unternommen. Die Teilnehmer sammeln während dieser Fahrten unter Anleitung von Wissenschaftlern Wasserproben. Diese werden anschließend im nahe gelegenen Gästehaus der Universität unter die Lupe genommen. Was an erstaunlichen Dingen zu finden ist, davon erzählt die Ausstellung "Wunderwelt im Wassertropfen". Ziel der Organisatoren ist, den Nachwuchs für Naturwissenschaften zu begeistern. Begeisterung werden sicherlich auch die attraktiven Ausstellungen wie die Freiluft-Ausstellung "Kunstwerk Erde", "Satelliten blicken in das System Erde" oder "M3 - interaktive Umweltsimulation" auslösen. Sie geben aus künstlerischer und wissenschaftlicher Sicht Einblicke in die Erde und ihre Erforschung. Teil des Wissenschaftssommers ist zudem ein Wissenschafts-Filmfest. Gezeigt werden unter anderem Hollywood-Filme mit geowissenschaftlichem Hintergrund. Dazu zählen Jurassic Park I, Apollo 13, Deep Impact, Ice Age, Der Sturm und Dante's Peak. Experten stehen dem Publikum im Anschluss an die Filme Rede und Antwort. Hinter die Kulissen blicken, sich selbst ein Bild von der Arbeit der Geo-Forscher machen, das ermöglicht die "Lange Nacht der Wissenschaften". Ein Bus-Shuttle fährt die Teilnehmer zu den Laboren, die normalerweise verschlossen sind. Der 3. Wissenschaftsommer dokumentiert zugleich die Erfolgsgeschichte der Initiative "Wissenschaft im Dialog", die im Herbst 1998 mit eher formlosen Gesprächen begann. Nur vier Jahre später ist daraus eine einflussreiche Bewegung, der alle großen Wissenschaftsorganisationen angehören, geworden. Sie hat die Forscher aus ihrem Elfenbeinturm und die Laien in die Labore gelockt, sie ist Garant für den Dialog zwischen der Wissenschaft und der Öffentlichkeit. Damit fördert sie den Wissens- und Meinungsaustausch zwischen Forschern und Laien - unerlässlich für die Zukunft der Wissenschaft, für die Entwicklung einer Wissensgesellschaft.



100. Geburtstag
Axel Springer
Branchenbuch Hamburg







Das Rätsel des Tages



