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Streitwagen der Thraker entdeckt

Archäologen haben in Bulgarien einen 1800 Jahre alten Streitwagen aus Bronze ausgegraben. Sie entdeckten das gut erhaltene Stück in einem...

Archäologen haben in Bulgarien einen 1800 Jahre alten Streitwagen aus Bronze ausgegraben. Sie entdeckten das gut erhaltene Stück in einem thrakischen Grabhügel im Südosten des Landes, wie der Ausgrabungsleiter mitteilte, in einem Dorf namens Karanovo, etwa 250 Kilometer von der Hauptstadt Sofia entfernt.

Der reich verzierte vierrädrige Wagen stamme aus dem zweiten Jahrhundert nach Christus, erklärte Weselin Ignatow. Das Grab habe vermutlich einem wohlhabenden thrakischen Adligen gehört, da der Tote mit seinen Besitztümern bestattet worden sei. Mit dem Streitwagen, der mit Szenen aus der Mythologie verziert ist, wurden auch Gegenstände aus Holz und Leder geborgen. Dabei handelt es sich vermutlich unter anderem um Pferdegeschirre. In Bulgarien gibt es rund 10 000 thrakische Grabhügel.

Die Thraker lebten von 4000 vor Christus bis zum sechsten Jahrhundert nach Christus in Bulgarien und Teilen des heutigen Griechenlands, der Türkei, Mazedoniens und Rumäniens. Sie gelten als indogermanisches Volk und wurden in der Ilias von Homer erwähnt. Der römische Geschichtsschreiber Herodot beschrieb die Thraker als das größte Volk nach den Indern. Die Thraker besaßen keine eigene Schrift, standen aber in engem Kontakt zu den Griechen. Deren Religion wurde stark von den Thrakern beeinflusst. Am Ende der Römischen Zeit verschwanden die Thraker als politische Einheit. Umstritten ist, ob sie heute in der bulgarischen und rumänischen Bevölkerung weiter bestehen.AP/HA

 

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