INTELLIGENZm: STUDIE BEI KINDERN
Öfter Vegetarier, seltener herzkrank
Southampton. Intelligente Kinder bevorzugen als Erwachsene häufiger eine vegetarische Lebensweise. Das ist vielleicht auch die Erklärung dafür, dass intelligente Kinder später seltener an Herzkrankheiten leiden, wie frühere Untersuchungen bereits gezeigt haben. Denn wer sich vegetarisch ernährt, hat niedrigere Cholesterin-Werte und ein geringeres Risiko, fettleibig oder herzkrank zu werden, berichten Forscher im Fachblatt "British Medical Journal".
"Der Zusammenhang, dass Kinder mit einer höheren Intelligenz eher Vegetarier sind und vegetarische Kost nachweislich Vorteile für die Herzgesundheit bedeutet, erklärt vielleicht auch, weshalb Menschen mit einem höheren Intelligenzquotienten oftmals auch ein geringeres Risiko für Herzerkrankungen haben", betonen die Forscher rund um das Team von Catherine Gale an der University of Southampton.
An ihrer Studie waren 8170 Männer und Frauen im Alter von 30 Jahren beteiligt, deren Intelligenzquotienten alle im Alter von zehn Jahren getestet worden waren. 366 Personen ernähren sich heute vegetarisch. Aus dieser Gruppe sind neun Personen streng vegan und 123 sind Vegetarier, die gelegentlich Fisch oder Huhn essen.
Aber obwohl im Schnitt alle Vegetarier intelligenter und besser ausgebildet waren sowie einen höheren sozialen Status hatten als die Nicht-Vegetarier, spiegelt sich dieser Unterschied nicht im Jahreseinkommen der Vegetarier wider. Trotz aller Unterschiede war das Jahreseinkommen der Vegetarier ähnlich wie bei den Nicht-Vegetariern.
Das liegt aber möglicherweise daran, "dass sich die ethischen Erwägungen nicht allein auf die Diät beziehen, sondern auch die Wahl des Berufes beeinflussen", vermuten die Forscher. Denn im Vergleich zu Nicht-Vegetariern arbeiteten Vegetarier viel seltener in der Privatwirtschaft, dafür aber umso häufiger in sozialen Bereichen.



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