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Wissen

Wird der antike Turm neu gebaut?

Riesige Granitmassen liegen vor der Küste von Alexandria: weitere Überreste des Leuchtturms von Alexandria, wie Unterwasserarchäologen jetzt gefunden haben. Der Leuchtturm von Alexandria, erbaut im dritten Jahrhundert vor Christus, war eines der Sieben Weltwunder des Altertums. Der Generalsekretär des Obersten Rates für Altertümer in Ägypten, Zahi Hawass, hält den Fund für so bedeutend, dass er vorgeschlagen hat, den Leuchtturm zu rekonstruieren. Die Idee könnte bald Gestalt annehmen.

Der Leuchtturm von Alexandria - wegen seines Standortes auf der Insel Pharos auch "Pharos von Alexandria" genannt - gilt als architektonisches und technisches Meisterwerk. Über 1000 Jahre blieb er erhalten, bis er im 12. und im 14. Jahrhundert durch Erdbeben zerstört wurde. Antike Quellen beschreiben sein Äußeres. Er war 120 bis 140 Meter hoch und hatte gestufte Türme, die sich nach oben hin verjüngten. Der unterste Turm war etwa 60 Meter hoch mit einer Seitenlänge von 30 mal 30 Metern. Darüber erhob sich ein achteckiger Aufbau mit einer Seitenlänge von sechs Metern. Darüber lag die Leuchtanlage.

Legenden zufolge besaß der Leuchtturm einen riesigen Hohlspiegel, der das Licht verstärkte. So soll der Turm aus großer Entfernung zu sehen gewesen sein. Und es gab das Gerücht, das Licht des Spiegels könnte feindliche Schiffe in Brand setzen. Der Hohlspiegel scheint, wie Hawass meint, vor allem das Nachdenken über den Gebrauch von Linsen angestoßen zu haben.

Gebaut wurde der Turm von Sostratos, dem Sohn des Dexiphanes, zur Zeit der Herrschaft von Ptolemäus II., wie eine Inschrift belegt. Der Bau überstand die arabische Eroberung (641 nach Christus) und wurde in islamischer Zeit restauriert. Im Jahr 1100 zerstörte ein Erdbeben den Turm bis auf den Unterbau. Ein weiteres Beben im 14. Jahrhundert zerstörte den Rest.

Seit zehn Jahren untersucht das Unterwasser-Archäologen-Team um Jean-Yves Empereur die Reste der antiken Stadt. Steine, die kürzlich gefunden wurden, könnten aus der Einfassung der Tür stammen.wsa

 

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