07.09.12

Bohrschiff "Chikyu"

Forscher bohren Rekord-Loch in den Meeresboden

Über 2.111 Meter drangen die Wissenschaftler mithilfe des Bohrschiffs "Chikyu" unter den Meeresboden vor und stellten einen neuen Rekord auf.

Foto: picture alliance / Kyodo/Kyodo
Das Bohrschiff „Chikyu“
Das Bohrschiff "Chikyu"

Tokio/Hachinohe. Ein internationales Forscherteam hat im Meer vor Japan tiefer gebohrt als jemals zuvor: Mehr als 2.111 Meter drangen die Wissenschaftler unter den Meeresboden vor und stellten damit einen neuen Rekord auf. Möglich wurde dies durch ein neues Bohrschiff, die "Chikyu", das derzeit im Rahmen des Integrated Ocean Drilling Program (IODP) vor der Shimokita-Halbinsel in Japan unterwegs ist.

"Wir haben damit ein Fenster in eine neue Ära der wissenschaftlichen Bohrungen geöffnet", erklärt Fumio Inagaki von der japanischen Agentur für Meeresforschung und Technologie (JAMSTEC), einer der beiden Expeditionsleiter. Mit diesem Forschungsschiff könne man in Tiefen vordringen, die kein Mensch zuvor erforscht habe.

+++ Mit 3-D-Technik in den Untergrund der Nordsee +++

Die "Chikyu" kann Bohrungen bis in Tiefen von 10.000 Meter unter dem Meeresboden durchführen und Gestein aus diesen Bereichen an die Oberfläche bringen. Die Forscher des IODP erhoffen sich davon neue Einblicke vor allem in die Geologie der Plattengrenzen, aber auch des Erdmantels und der sogenannten Tiefen Biosphäre. Als solche bezeichnen Wissenschaftler die bisher nur in Teilen erkundete Organismenwelt, die im Gestein des Meeresbodens und anderen Bereichen der Erdkruste lebt. "Die Proben aus solchen Tiefen sind wertvoll und ich bin zuversichtlich, dass sie uns dabei voranbringen, das Leben und die Erde besser zu verstehen", sagt Inagaki.

Ziel der im Juli 2012 begonnenen und noch drei Wochen andauernden Expedition ist es, gezielt alte, rund 2.200 Meter tief liegende Kohlenflöze unter dem Meer vor Japan zu untersuchen. Die Ergebnisse sollen unter anderem aufklären, welche Mikroben in diesen Lagerstätten aktiv sind und welche Faktoren zur Entstehung von Kohle, aber auch Erdgas beitrugen. Erste Proben seien bereits im Labor an Bord untersucht worden.

"Ich bin sehr froh über die hohe Qualität der Bohrkernproben, die nur minimale Störungen zeigen", erklärt Kai-Uwe Hinrichs von der Universität Bremen, der zweite Leiter der Expedition. Das sei für die Forschungsziele enorm wichtig. In den nächste Wochen wollen die Forscher weiter in die Tiefe vordringen und Proben aus den Kohlenformationen an die Oberfläche bringen. Diese werden dann sowohl an Bord als auch später in Laboren an Land analysiert.

Die Favoriten unseres Homepage-Teams
Das Ende von Sportchef Frank Arnesen (l.) beim HSV ist beschlossen. Andreas Rettig (M.) sagte den Hamburgern bereits ab. Nun gilt Jörg Schmadtke als Favorit auf die Nachfolge Arnesens
Aktualisiert vor 3 MinutenHSV
Arnesen-Ende beschlossen! Rettig sagt ab – kommt Schmadtke?

Der Aufsichtsrat hat beschlossen, nicht mit Arnesen in die neue Saison zu gehen. Wunschkandidat Rettig sagte dem HSV bereits ab. Gespräche mit Magath, Schmadtke gilt als neuer Favorit. mehr...

Feuerwehr, Regen, Hamburg
Aktualisiert vor 48 MinutenDauerregen in Hamburg
80 Feuerwehreinsätze - Aussichten bleiben schlecht

Die Feuerwehr musste seit gestern Abend rund 80 Mal wetterbedingt ausrücken. Wegen des starken Regens waren Straßen überflutet oder Keller vollgelaufen. mehr...

Two girls stand in rubble after a tornado struck Moore, Oklahoma
22.05.13 HAUS-Katastrophe
Tornado: Oklahomas schwerste 40 Minuten

Wie aus dem Nichts fegt ein Tornado über den US-Staat und verwüstet die Kleinstadt Moore. Mindestens 24 Menschen sterben. "Es ist so verheerend. Dafür gibt es keine Worte", sagt eine Mutter. mehr...


Bayerns Holger Badstuber wird verletzt vom Platz getragen (Archivfoto). Nach einem zweiten Kreuzbandriss - wiederum am rechten Knie - wird der Innenverteidiger zehn Monate ausfallen
12:02Nach erneutem Kreuzbandriss
WM-Aus für Badstuber! Ärzte rechnen mit zehn Monaten Pause

Bittere Nachricht für Holger Badstuber: Der Innenverteidiger des FC Bayern muss nach seinem erneuten Kreuzbandriss mit einer Pause von zehn Monaten rechnen. Die WM 2014 findet damit wohl ohne ihn… mehr...

Alles über Ihre Straße

Top-Videos
Probe-Flug
Erster Karbon-Kevlar Helikopter stürzt ins Wasser

Testurteil: Verbesserungswürdig. In der Erprobungsphase stürzte der Hubschrauber nach 200 Flugstunden mit zwei Personen an Bord ins Meer.…mehr »

Top Bildergalerien mehr
Hamburg

Starkregen verursacht zahlreiche Schäden

Monster-Tornado in Oklahoma

Handball

HSV Hamburg schlägt die Füchse Berlin

Rothenburgsort

Reh vor dem Ertrinken gerettet

tb_meravis.gif
Meravis

Neuer Raum für Hamburgmehr

Highlights