17.08.12Tropenmedizin
Dengue-Virus breitet sich immer stärker aus
Das Dengue-Fieber ist eine der gefährlichsten Infektionskrankheiten. Urlauber sollten sich vor dem Überträger – der Tigermücke – schützen.
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Ein mit Dengue-Fieber infiziertes Kind bei der Blutabnahme im Quirino Memorial Medical Center in Quezon City auf den Philippinen
Düsseldorf. In vielen Reiseländern tritt das Dengue-Virus laut dem Centrum für Reisemedizin immer öfter auf. Die Mediziner raten deshalb Urlaubern, sich vor Stichen der tagaktiven Tigermücke zu schützen, die das Virus überträgt.
+++Asiatische Tigermücke breitet sich in Europa aus+++
+++Die Stechmücke, das Virentaxi+++
Besonders betroffen seien derzeit Australien und Brasilien, gefolgt von den Philippinen, Thailand und Indonesien.
In Australien hat sich die Zahl der Infizierten mit dem tropischen Virus innerhalb nur eines Jahres verdoppelt.
Hohe Infektionszahlen verzeichnen auch asiatische Länder wie die Philippinen, Thailand und Indonesien.
Ebenso betroffen sind zahlreiche lateinamerikanische Länder, insbesondere Brasilien mit rund 350 000 registrierten Fällen allein im ersten Halbjahr 2012.
Zudem schleppen immer mehr Touristen das Virus bei ihrer Rückkehr nach Deutschland ein: 2001 registrierte das Robert Koch-Institut in Berlin noch 60 Fälle in Deutschland, im Jahr 2010 waren es bereits 595.
Eine Impfung gegen das Dengue-Fieber ist nicht möglich. Reisenden sollten sich so gut wie möglich vor Stichen der Tigermücke schützen, die das Virus überträgt.
Etwa zwei bis zehn Tage nach dem Mückenstich tritt die grippeähnliche Erkrankung auf.
Obwohl Fieber und Schmerzen nach etwa einer Woche abklingen, leiden die Patienten meistens noch mehrere Wochen unter allgemeiner Abgeschlagenheit.
In schweren Fällen oder bei einer weiteren Infektion können innere Blutungen und Schocksymptome auftreten, auch wenn die erste Erkrankung Jahre zurückliegt.
Die WHO schätzt, dass sich weltweit jedes Jahr rund 50 bis 100 Millionen Menschen mit Dengue-Fieber infizieren. Etwa 2,5 Prozent der Erkrankten sterben an der Infektion.
(dpa)