05.07.12

Sonne oder Regen?

Neuer Wetter-Satellit kommt zum Einsatz

Der Satellit namens MSG-3 soll heute gestartet werden. Er kann alle 15 Minuten hoch aufgelöste Bilder an Meteorologen und Wetterdienste senden.

Foto: picture alliance / dpa/dpa
Ein Umweltsatellit im Einsatz (Symbolbild)
Ein Umweltsatellit im Einsatz (Symbolbild)

Darmstadt/Kourou. Ein neuer Wettersatellit soll die Vorhersage von Stürmen oder auch von Sonnenschein unterstützen. Der Start von MSG-3 ist für heute (Donnerstag) 23.36 Uhr mitteleuropäischer Sommerzeit am Weltraumbahnhof in Kourou in Französisch-Guayana geplant. "Der dritte Satellit der Reihe Meteosat Second Generation (MSG-3) wird Europa, Afrika und den Nordatlantik aus einer Höhe von 36 000 Kilometern beobachten", sagte Claudia Ritsert-Clark von der Europäischen Organisation zur Nutzung von meteorologischen Satelliten (Eumetsat) in Darmstadt. Die Wettersatelliten sind ein gemeinsames Projekt von Eumetsat und der Europäischen Weltraumagentur Esa.

Genutzt werden die Informationen von Meteorologen und nationalen Wetterdiensten. Sie geben entscheidende Hinweise etwa für die Erntezeit der Landwirtschaft, für drohende Wetter-Gefahren im Luftverkehr oder einfach, ob gegrillt werden kann.

+++ Wetter-Katastrophen nehmen weiter zu +++

Der MSG-3 ist in der Folge dieser Art von Umweltsatelliten einschließlich der ersten Generation die Nummer zehn. Die allermeisten haben ihren Dienst hinter sich. Der erste Meteosat startete 1977. Der neue soll einen der in die Jahre gekommenen Vorgänger ersetzen. Dann würden drei Satelliten arbeiten. MSG-3 sendet alle 15 Minuten hoch aufgelöste Bilder. Er ist damit deutlich schneller und genauer als seine Vorgänger-Generation.

Beim Start hat MSG-3 ein Gewicht von etwa zwei Tonnen. Davon ist eine Tonne Treibstoff. Wenn MSG-3 seine Position erreicht hat, wird etwa 80 Prozent des Treibstoffes verbraucht sein.

dpa/abendblatt.de
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