30.06.12

Ekel-Fund

Inder hatte 13 Zentimeter langen Wurm im Auge

Der 75 Jahre alte P.K. Krishnamurthy hatte einen 13 Zentimeter langen Wurm im Auge. Augenarzt V. Seetharaman operierte den Inder.

Foto: AFP
Das ist der 13 Zentimeter lange Wurm
Das ist der 13 Zentimeter lange Wurm

Mumbai/Hamburg. Alleine bei der Vorstellung läuft es einem kalt den Rücken herunter. Besondere Nervenstärke brauchte daher Augenarzt V. Seetharaman als er seinen Patient P.K. Krishnamurthy operierte. Der 75 Jahre alte Inder hatte einen 13 Zentimeter langen lebenden Wurm im rechten Auge.

"Er schlängelte sich unter der Bindehaut", sagte Seetharaman der indischen Zeitung " Mumbai Mirror ". "Das war das erste Mal in meiner 30-jährigen Karriere, dass ich so etwas gesehen habe."

Weil er seit mehr als zwei Wochen Schmerzen sowie gereizte und gerötete Augen hatte, ging Patient P.K. Krishnamurthy zum Arzt. Dieser verschrieb ihm Augentropfen. Die Schmerzen ließen aber nicht nach, daher ließ sich der Mann in einem Krankenhaus von Mumbai behandeln. In einer 15-minütigen Operation gelang es Seetharaman den Parasiten aus dem Auge zu entfernen. Dafür wurde ein kleiner Teil der Bindehaut leicht geöffnet.

Der Augenarzt sagte dem Blatt: "Der Wurm war nicht nur lebendig, er hatte sich auch bewegt. Er war mit dem bloßen Auge zu erkennen. Es gab bereits einige Fälle mit Würmern im Auge, aber bisher noch keinen mit einem Wurm dieser Größe." Der Wurm starb nach einer halben Stunde und wurde dem Krankenhaus-Labor zur Untersuchung gegeben.

Wie der Wurm in das Auge des Patienten gelangen konnte, ist zwar unklar, dem Augenarzt zufolge könnte der Parasit aber durch eine Schnittwunde im Fuß oder über rohes oder unzureichend gekochtes Essen in den Körper des Mannes gelangt sein und sich dann über den Blutweg ins Auge vorgearbeitet haben.

"Wenn der Wurm nicht entfernt worden wäre, hätte er weiter ins Innere des Auges vordringen und die Sehfähigkeit zerstören können", sagte Seetharaman. Auch hätte der Parasit ins Gehirn eindringen und schlimme neurologische Schäden anrichten können.

Krishnamurthys Frau Saraswati hatte die Operation verfolgt und war verängstigt: "Es hat sich immer noch bewegt und ist gesprungen. Es war so beängstigend."

Augenarzt V. Seetharaman und sein Patient P.K. Krishnamurthy
Foto: AFP Augenarzt V. Seetharaman und sein Patient P.K. Krishnamurthy
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