10.05.12

World Future Council feiert fünfjähriges Bestehen

Hamburg. Der World Future Council, kurz WFC, "gilt mittlerweile als bedeutende internationale Beratungsinstanz für Entscheidungsträger in den Bereichen Klima und Energie, nachhaltige Wirtschaft und Zukunftsgerechtigkeit". Diese Bilanz zieht WFC-Gründer Jakob von Uexküll anlässlich des fünfjährigen Bestehens der Stiftung mit Hauptsitz in Hamburg.

Am 10. Mai 2007 nahm die gemeinnützige Stiftung mit finanzieller Unterstützung der Stadt Hamburg und des Unternehmers Michael Otto ihre Arbeit auf. Sie folgt der Vision einer umwelt- und sozialverträglichen, gerechten und friedvollen Welt. Dazu setzt der WFC vor allem auf innovative Gesetze und Politiken. Die Politikberatung funktioniert auf zwei Ebenen: über die gut 50 Stiftungsratsmitglieder mit oftmals klangvollen Namen und die 25 Mitarbeiter in Hamburg, Brüssel, London, Washington und Johannesburg.

Zu den Ratsmitgliedern zählen die indische Wissenschaftlerin Prof. Vandana Shiva, Ecuadors Ministerin für Kultur- und Naturerbe, Maria Fernanda Espinosa, oder der deutsche Atomphysiker Prof. Hans-Peter Dürr. Auch die britische Schimpansen-Forscherin Jane Goodall trägt als Ehrenratsmitglied zum Renommee der Stiftung bei.

Der thematische Schwerpunkt des Weltzukunftsrates liegt im Bereich Energie und Klimaschutz. Von Hamburg aus leitet Stefan Schurig ein vierköpfiges Team. "Wir sind hauptverantwortlich dafür, dass das Einspeisegesetz für erneuerbare Energien von vielen Ländern übernommen wurde", sagt Schurig und nennt als Beispiel das WFC-Engagement in England, Südaustralien und Taiwan. "In England hatten wir zunächst ein Buch über die Potenziale von Einspeisegesetzen veröffentlicht. Es kam ein Nachfolgebuch, eine Kampagne zusammen mit anderen Nichtregierungsorganisationen und ein Report, der konkret aufzeigte, wohin ein Einspeisegesetz in England führen kann" - im August 2010 trat ein entsprechendes Gesetz in Kraft.

Auch der im Jahr 2009 erstmals vergebene WFC-Preis "Future Policy Award" zeigt den Fokus der Stiftung: Er zeichnet nicht etwa Persönlichkeiten aus, sondern Gesetze.

(hi)
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