Australien
Mit Elefanten gegen Buschbrände vorgehen
Das eingeschleppte Savannengras wirkt bei Buschbränden wie ein Brandbeschleuniger. Elefanten sollen das Gras nun dezimieren helfen.
Dickhäuter aus Afrika sollen in Australien helfen, das ebenfalls afrikanische Savannengras zu bekämpfen
Foto: picture alliance / dpa/EPA
London/Sydney. Wir kennen die Rüsseltiere als freundliche Familientiere, die durch die afrikanische Savanne oder den indischen Dschungel ziehen. In Australien sollen die Dickhäuter als Brandschützer tätig werden: Nach Ansicht eines Ökologen können sie helfen, die mitunter verheerenden Buschbrände auf dem Kontinent zu verhindern - indem sie fressen. Diesen Vorschlag machte David Bowman von der Universität Tasmanien im britischen Fachjournal „Nature“.
Die Elefanten sollen vor allem das aus ihrer Heimat Afrika stammende Savannengras („Gamba grass“) vernaschen. Das ursprünglich als Weidegras eingeführte Gewächs ist ein wahrer Brandbeschleuniger. Versuche, sein Wachstum einzudämmen, waren bisher wenig erfolgreich.
+++40.000 Muskeln bewegen den Rüssel des Elefanten+++
+++Aus lauter Liebe schleudern wir Elefanten+++
In der Vergangenheit haben eingeschleppte Tier- und Pflanzenarten oft die Ökologie des Landes gestört. Dies gilt zum Beispiel für die aus Amerika stammende Aga-Kröte, die in Australien Schädlinge auf Zuckerrohrplantagen bekämpfen sollte. Doch die Riesenkröten haben sich stark ausgebreitet und führen mit ihrem giftigen Hautdrüsensekret einen wahren Kreuzzug gegen heimische Tiere.
Trotzdem ist Bowman vom Erfolg der Elefanten überzeugt. Da die bisherigen Ansätze zum Schutz vor Bränden nicht funktionierten, müssten alle Möglichkeiten in Betracht gezogen werden, meint er.




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