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Wissen

Tiefe Einblicke ins All

Weltraumteleskop "Hubble" fotografiert uralte Galaxien

Moderne Infrarot-Kamera ermöglicht einen Blick weit zurück in die Vergangenheit auf die wahrscheinlich fernsten jemals gesehenen Galaxien.

Die jüngste "Hubble"-Aufnahme zeigt Galaxien im Ultra Deep Field ("ultratiefes Feld"), die in der Frühzeit des Universums entstanden sind, weniger als eine Milliarde Jahre nach dem Urknall.
Foto: DPA

Das Weltraumteleskop "Hubble" hat nach seiner Generalüberholung Bilder von einigen der ältesten Galaxien gemacht, die bislang gesichtet wurden. Mit einer modernen Infrarot-Kamera, die Astronauten der US-Weltraumbehörde Nasa im Mai installiert hatten, habe das Weltraumteleskop die "wahrscheinlich fernsten jemals gesehenen Galaxien" abgelichtet, erklärten britische Wissenschaftler, die die Aufnahmen ausgewertet hatten. Diese Galaxien sind etwa 13 Milliarden Lichtjahre entfernt und entstanden vermutlich 600 Millionen Jahre nach dem Urknall, also der massiven Explosion, die nach gängiger Theorie zur Entstehung des Universums führte. "Wir können nun noch weiter in die Vergangenheit zurückblicken", schrieb Daniel Stark vom Institut für Astronomie der Universität Cambridge auf der Website der britischen Royal Astronomical Society.

Die Ausdehnung des Universums führe dazu, dass das Licht von Sternen sehr weit entfernter Galaxien röter erscheine, erklärte der Astrophysiker Stephen Wilkins von der Universität Oxford. Daher könne die hochempfindliche neue Infrarot-Kamera von "Hubble" Galaxien in viel größeren Entfernungen abbilden als bisher möglich. Die Kamera hatte die Bilder in einem Gebiet des Weltalls gemacht, das die Forscher Ultra Deep Field ("ultratiefes Feld") nennen. Dort war "Hubble" bereits vor fünf Jahren im Einsatz gewesen, jedoch nicht mit solch einer modernen Kamera.

"Hubble" ist ein Gemeinschaftsprojekt der Nasa mit der Europäischen Weltraumbehörde ESA.

(abendblatt.de)

 

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