Der Weltklimagipfel in Kopenhagen
Darum ging es auf dem Klimagipfel in Dänemarks Hauptstadt
Heute soll die Rettung der Welt beginnen: Es ist die größte und wichtigste Uno-Konferenz, die es je gab. Von heute an ringen in Kopenhagen insgesamt 22 000 Experten und Staatsmänner darum, wie die Erwärmung der Erde noch zu stoppen ist. Das Wasser steht nicht nur Obama, Merkel und Chinas Premier Hu bis zum Hals, sondern der gesamten Menschheit: Das wollten Umweltschützer in Berlin mit ihren Masken in einem gefüllten Becken demonstrieren. Der US-Präsident beflügelte die Hoffnung auf einen Gipfel-Erfolg, indem er nun doch seine Teilnahme am Treffen der Regierungschefs zusagte.
Foto: REUTERS
Zur Weltklimakonferenz (7.-18. Dezember) nach Kopenhagen kamen Delegierte aus 190 Ländern zusammen. Erwartet wurde ein zähes Ringen um die Verminderung von Treibhausgasen und die Finanzierung des Klimaschutzes in Entwicklungsländern.
Mit dem Klimawandel Geschäfte gemacht
Schwere Vorwürfe gegen den Chef des Uno-Weltklimarats, Rajendra Pachauri: Er
soll bei seiner Arbeit geschäftliche Interessen verfolgt haben.
Kopenhagen: Der Gipfel der Enttäuschung
Die Erwartungen an den Klimagipfel waren hoch. Umso enttäuschender ist jetzt
das Ergebnis. Doch wer ist schuld am kollektiven Versagen?
Heftige Kritik von Umweltschützern und Kirchen
Schande, Farce, Desaster - der Politik wird Versagen vorgeworfen. Auch die
deutsche Regierung ist unzufrieden.
Zu groß, um gelingen zu können
In der "Vereinbarung von Kopenhagen" steht, dass die Erderwärmung in
diesem Jahrhundert auf zwei Grad begrenzt bleiben soll. Eine Gruppe von etwa
30 Staats- und Regierungschefs hat das in den letzten Sekunden der
Nachspielzeit der Klimakonferenz noch hineingeschrieben.
Uno-Konferenz nimmt politische Erklärung nur zur Kenntnis
Der Versuch, die Erklärung selbst vom Plenum der Konferenz billigen zu
lassen, war am Widerstand einzelner Staaten gescheitert.
Das große Klima-Feilschen: Zwei Grad sollen die Erde
retten
Unterhändler verständigen sich am späten Freitagabend auf ein
Abschlussdokument.
Der Klima-Kampf von Kopenhagen
US-Präsident Barack Obama handelt Kompromiss aus. Umweltverbände reagieren
enttäuscht auf das Ergebnis.
US-Präsident Obama: "Die Welt beobachtet uns"
Mit eindringlichen Worten hat sich US-Präsident Barack Obama in die
Klimaverhandlungen eingeschaltet. Ihnen muss er nun Taten folgen lassen.
Finale in Kopenhagen: Die Welt wartet auf eine Einigung
Bis in die Nacht haben 20 Regierungschefs über neue Klimaziele verhandelt -
erfolglos. Am letztenTag ruhen die Hoffnungen nun auf US-Präsident Obama.
Die Kanzlerin auf Klimamission in Kopenhagen
Die Gespräche in Kopenhagen verliefen bisher zäh. Jetzt ist dort Angela Merkel
eingetroffen. Sie will persönlich für ein Abkommen kämpfen.
Auf dem Klimagipfel schmilzt die Hoffnung
In Kopenhagen befürchten Diplomaten ein Scheitern. Merkel drängt: "Wir
müssen zusammenstehen, wir müssen handeln!" Bringt Obama die
Wende?
USA bieten Hilfe für arme Länder an
Bei der CO2-Reduzierung ist Washington zurückhaltender. Dänen werden für die
schlechte Organisation der Mammut-Tagung kritisiert.
Entwicklungsländer sind misstrauisch
Sie fühlen sich nicht ernst genommen. Die Deutschen sind ratlos, was sie
selbst gegen den Klimawandel tun können.
Unberührte Wälder binden viel Kohlenstoff
Allein die Vernichtung und nicht nachhaltige Nutzung von Wäldern tragen mit
etwa 17 Prozent zum Treibhausgasausstoß bei.
Das Meer nagt bedrohlich an Indiens Inselwelt
Zwei Inseln sind bereits im Golf von Bengalen verschwunden. Auf der nächsten
bedrohten, Ghoramara, wehren sich die Bewohner mit Händen, Füßen und Sand
gegen die Obdachlosigkeit.
Brasilien überholt Deutschland beim Klimaschutz
Deutschland ist auf dem Klimaschutz-Index der Organisation Germanwatch auf
Platz sieben abgerutscht. Brasilien schnitt am besten ab.
Kopenhagen fürchtet sich vor Blockaden
Demonstranten beklagen die Polizeitaktik. Dänemarks Premier: Die
Klima-Unterhändler sind weit auseinander.
Entwicklungsländer verlangen mehr Geld von der EU
Mit 7,2 Milliarden Euro will die EU die armen Länder beim Klimaschutz
unterstützen. Diese sprechen von "Brotkrumen" und fordern
mehr.
EU-Staaten unterstützen arme Länder mit 7,2 Milliarden
Euro
Die EU hat sich auf Klimaschutzziele geeinigt: Entwicklungsländer erhalten 7,2
Milliarden, der CO2-Ausstoß wird um 30 Prozent reduziert.
"Wir sitzen alle in einem Boot"
Entwicklungsländer fordern 200 Milliarden Dollar. Bundeskanzlerin Angela
Merkel verlangt auch von den ärmeren Staaten Maßnahmen gegen die
Erderwärmung.
Mit bloßen Händen gegen die Gletscherfluten
Den ärmsten Ländern der Welt muss angesichts bedrohlicher Klimarisiken
besonders geholfen werden.
Glockenläuten für den Klimaschutz
Am 13. Dezember sollen um 15 Uhr in aller Welt für sieben Minuten
Kirchenglocken, Muschelhörner, Trommeln und Gongs erklingen.
Obama mit Rückenwind zum Gipfel
US-Präsident kann Klimaschutzbedingungen künftig ohne formelles
Gesetzgebungsverfahren im Kongress festlegen.
Die Welt zu retten ist sehr mühsam
Trotz aller Vorbereitungen bleibt noch genug zu tun, sodass 20-Stunden-Tage
nicht ausgeschlossen sind.
Zwei-Grad-Erwärmung rückt immer näher
Das Jahr 2009 wird das fünftwärmste seit Beginn der Wetteraufzeichnungen (anno
1850). Das meldete der Meteorologische Weltverband WMO.
CO2-Reduzierung: US-Behörde gibt Obama freie Hand
Positive Signale zum Auftakt des Klimagipfels: US-Präsident Obama darf den
CO2-Ausstoß reduzieren - auch gegen den Willen des Kongresses.
"Wir haben zwölf Tage, um die Erde zu retten"
Umweltschützer warnen vor einem Scheitern der Konferenz. Die EU verschärft den
Druck auf die USA. Kanzlerin Merkel mahnt Indien und China.
Die Auto-Zukunft steht unter Strom
Spätestens 2050 soll es keine herkömmlichen Benzin- und Dieselmotoren mehr
geben, sagen Experten voraus. Den Weg dorthin versperren aber noch einige
Hürden.
Die Welt auf dünnem Eis - klappt jetzt die Wende?
Von heute an ringen in Kopenhagen fast 200 Staaten darum, wie die Erwärmung
der Erde noch zu stoppen ist. Es ist die letzte Chance.
Die Gipfelziele im Überblick
Die Frage, ob der Kopenhagen-Gipfel ein Erfolg wird oder nicht, hängt von
vielen Kriterien ab, die die Staaten unterschiedlich gewichten. Die
wichtigsten Punkte:
Gipfel-Regisseur de Boer: Ein Diplomat, der Klartext
redet
Der Niederländer Yvo de Boer ist der oberste Klimaschützer der Vereinten
Nationen.
Klimagipfel Kopenhagen: Online live dabei
Am 7. Dezember startet die Welt-Konferenz in Kopenhagen. Das Internet bietet
ungeahnte Möglichkeiten der Teilnahme.
Klimaschutz im Norden: Eine Zwischenbilanz
Schleswig-Holstein war Vorreiter, andere Nordländer haben nachgezogen. Kann
die globale Erwärmung noch gestoppt werden?
Beatle Paul McCartney: Weniger Fleisch essen für den
Klimaschutz
Let it be: Wer vegetarisch lebt, produziert weniger Treibhausgase. Grüne
fordern eine Verschiebung des Klima-Abkommens.
Heedegaards Vier-Punkte-Plan soll die Welt retten
Dänemarks Energieministerin hofft, dass Obama bei einem Kyoto-Nachfolge-
abkommen die Führerschaft übernimmt.
Wie der Klimawandel Hamburg verändert
Immer mehr Hitzewellen, mehr Stürme und Sturmfluten und im Schnitt zwei Grad
wärmere Temperaturen. Das hat Folgen für das Leben in der Metropolregion.
2100: Durchschnittstemperatur um sieben Grad höher
Die Erderwärmung vollzieht sich nach Einschätzung führender Klimaforscher
deutlich schneller als noch vor einigen Jahren erwartet.
Klimaforscher sieht Wettlauf gegen die Zeit
Ein Misserfolg des Klimagipfels in Kopenhagen könnte nach Einschätzung des
Klimaforschers Prof. Hans Joachim Schellnhuber dramatische Auswirkungen auf
Hunderte Millionen Menschen haben.
Der Klimawandel bedroht große Küstenstädte massiv
Schwere Stürme und Fluten können gleichzeitig wüten und die Schäden in die
Billionen treiben. Auch die US-Küsten sind bedroht.
Staaten tricksen bei CO2-Einsparungen
Wenn Russland ein Minus von 20 Prozent im Vergleich zu 1990 anpeilt, so heißt
dies: Der Ausstoß wird erhöht.
Die wichtgsten Klimagipfel-Dokumente können Sie hier im PDF-Format herunterladen:
- 4. Sachstandsbericht des Zwischenstaatlichen Ausschusses für Klimaänderungen (IPCC) 2007
Vor zwei Jahren veröffentlichte der Weltklimarat IPCC seine bislang jüngste Zusammenstellung des Wissens rund um den bereits eingetretenen Klimawandel sowie Abschätzungen für die Entwicklung bis Ende dieses Jahrhunderts. Der Bericht bestand aus vier Teilen. Der erste enthält vor allem naturwissenschaftliche Erkenntnisse zum Treibhauseffekt und zur Erwärmung. Der zweite behandelte die Folgen des zu erwartenden Wandels sowie Möglichkeiten der Anpassung an die veränderte Situation. Teil drei behandelte Klimaschutz-Optionen aus wirtschaftlicher Sicht, Teil vier ist die Synthese der verschiedenen Arbeitsgruppen. Das Bundesumweltministerium hat die wichtigsten Aussagen zusammengestellt. - Hintergrundinformationen zur Weltklimakonferenz in Kopenhagen (Verhandlungen vom 7. – 18. Dezember 2009)
Warum sollte in Kopenhagen ein neuer Klimavertrag entstehen, und welche Inhalte sollte er enthalten? Diese und weitere Fragen rund um den Klimagipfel beantwortet ein Hintergrundpapier des Bundesumweltministeriums. - Protokoll von Kyoto zum Rahmenübereinkommen der Vereinten Nationen über Klimaänderungen
Das Kyoto-Protokoll ist das wichtigste Abkommen, dass im Rahmen der Klimakonvention beschlossen wurde. Darin vereinbarten die Vertragsstaaten 1997 im japanischen Kyoto Vorgaben für die Industriestaaten zur Reduktion (oder Stabilisierung) des Treibhausgasausstoßes sowie Instrumente, die es den Staaten erleichtern, die Ziele zu erreichen (Beispiel: Emissionshandel). Lesen Sie hier die deutsche Fassung. - Entwicklung der energiebedingten Emissionen in Deutschland 1990 - 2007
Hier finden Sie Aufstellungen des Umweltbundesamtes zum Treibhausgasausstoß in Deutschland. Sie finden die wichtigsten Trends seit 1990 (bis zum Jahr 2007) und die wichtigsten Verursacher. Weiterhin sind Daten zur Luftverschmutzung (Schwefeldioxid, Stickoxide, Feinstaub) genannt. - Rahmenübereinkommen der Vereinten Nationen über Klimaänderungen
Die Uno-Klimarahmenkonvention (UN Framework Convention on Climate Change, kurz UNFCCC) bildet die Basis der Klimaverhandlungen. Das Abkommen wurde 1992 beim Erdgipfel in Rio de Janeiro beschlossen, mit dem Ziel das Weltklima stabil zu halten. Lesen Sie hier die deutsche Fassung des Vertragstextes. - Konzeption des Umweltbundesamtes (Notwendige Weichenstellungen 2009)
Vom Kopenhagengipfel wird erwartet, dass er die Weichen stellt für die internationale Klimaschutzpolitik. Ein politisches nationales Konzept dazu entwickelte das Umweltbundesamt. Es beschreibt zunächst die zu erwartenden Klimaänderungen und schlägt dann für einzelne Wirtschaftssektoren, inklusive Betrachtungen zu Kosten und Nutzen. - Wie erfolgreich waren Deutschland, Österreich und die Schweiz in der Vergangenheit beim Klimaschutz?)
Daten und Fakten der OECD/IEA im Vorfeld des Klimagipfels in Kopenhagen
Wichtige Links zum Klimagipfel:
Die offizielle Webseite www.cop15.dk
Nachrichten an die Staats- und Regierungschefs www.greetings.cop15.dk
"Facebook"-Seite der Konferenz www.facebook.com/cop15
"Twitter"-Seite der Konferenz www.twitter.com/cop15
"Climate Thinkers Blog" www.blog.cop15.dk
"YouTube"-Kanal www.youtube.com/cop15
Experten-Führungen bei "Google-Maps" www.google.com/landing/cop15/
Visualisierung von Daten bei "Google-Earth" earth.google.de/download-earth.html






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