Meereslauschen.
So klingt das Südpolarmeer
Unter Wasser gibt es viel zuhören. Mit Hilfe der Wissenschaft können die verborgenen Klänge des Meeres hörbar gemacht werden.
Das massive Ekström Schelfeis auf dem „Palaoa“ errichtet wurde, ist bis zu hundert Meter dick und bietet den optimalen Schutz für die Technik. 15 km nördlich der Neumayerstation, westlich der Aktabucht wurden vier Löcher für die Hydrophone ins Eis gebohrt. Diese Stelle bietet sich an, weil sich das Schelfeis dort wie die Finger einer ausgestreckten Hand ins Meer erstreckt.
Foto: Alfred-Wegener-Institut
Hamburg. Ein kleiner unbemannter Forschungscontainer steht in der Antarktis nahe der Neumayerstation auf dem Schelfeis der Aktabucht. Von dort werden akustischen Signale aus der Unterwasserwelt aufzeichnet. Und unter dem Eis gibt es einiges zuhören: Im antarktischen Ozean lebt eine Reihe von Meeressäugern, die mithilfe von Lauten kommunizieren, jagen und navigieren.
Für dieses Projekt haben die Forscher des Alfred-Wegener-Instituts den Namen "Palaoa" gewählt, der für PerenniAL Acoustic Observatory in the Antarctic Ocean steht. "Palaoa" ist aber auch das hawaiianische Wort für Wal und tatsächlich kann die Forschungsstation mit ihren Unterwassermikrophonen die Gesänge der Meeresriesen hörbar machen.
Hören Sie doch einmal genau hin:
| Die Weddelrobbe | |
| Die Rossrobbe | |
| Der Schwertwal | |
| Der Seeleopard |
Mehr Tierlaute aus dem Südpolarmeer finden Sie auf der Seite des Alfred-Wegener-Instituts.
Nicht nur die Stimmen der Meeresbewohner sind zu hören, die Tiere sind auch von einer ständigen Geräuschkulisse umgeben: Eisschollen reiben aneinander, und treiben durchs Meer, große Stücke Schelfeis stürzen tosend ins Wasser und zweimal im Jahr schippert die Polarstern vorbei um die Neumayerstation zu versorgen. Alle diese Ereignisse hinterlassen Spuren auf den Aufzeichnungen und zeigen ganz deutlich, dass der Ozean längst nicht so still ist, wie er scheint.




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