15.01.13

Elefanten-Rettung

WWF fordert Elfenbein-Verbot in Thailand

Die Umweltstiftung startete eine Online-Petition mit Unterschriften, die der Regierungschefin in Bangkok vorgelegt werden sollen.

Foto: dpa
Elfenbeinschmuggel in Thailand
Mitarbeiter des thailändischen Zolls präsentieren in Bangkok beschlagnahmtes Elfenbein

Bangkok. Das legale Elfenbeingeschäft in Thailand heizt nach Überzeugung der Umweltstiftung WWF die Wilderei in Afrika an. Die Organisation hat die Regierung in Bangkok am Dienstag aufgerufen, ein totales Elfenbeinverbot zu verhängen. Sie startete eine Online-Petition mit Unterschriften, die Regierungschefin Yingluck Shinawatra während einer großen Artenschutzkonferenz in Bangkok im März vorgelegt werden soll.

Jedes Jahr werden in Afrika zehntausende Elefanten aufgrund ihrer wertvollen Stoßzähne getötet. In Thailand sind Handel und Verarbeitung von einheimischem Elfenbein erlaubt – doch diene dies Wilderern als Schlupfloch, schreibt die Umweltstiftung. Sie deklarieren afrikanisches Elfenbein demnach als inländische Ware. "Die thailändischen Gesetze sind nicht wirksam, um afrikanisches Elfenbein vom Markt fernzuhalten", sagte WWF-Sprecher Janpai Ongsiriwittaya. "Thailand kann seine indirekte Unterstützung der Wilderei nur unterbinden, in dem es sämtlichen Elfenbeinhandel untersagt."

"Touristen wären sicher entsetzt, wenn sie wüssten, dass das Elfenbein in vielen Souvenirs, die in den Länden in Thailand neben der Seide liegen, von massakrierten afrikanischen Tieren stammt", meinte Elisabeth McLellan vom WWF. "Elfenbein sollte auch in Thailand nicht mehr verkauft werden."

Bislang haben nur Japan und China eine Sondergenehmigung erhalten, im Rahmen des Artenschutzabkommens Cites im begrenzten Umfang Elfenbein aus vier afrikanischen Ländern einzuführen. Aber auch in China boomt Tierschützern zufolge dadurch der illegale Markt.

(dpa)
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