14.01.13

Nuuk

Grönland erhöht eigenmächtig Walfangquote

Die Landesregierung in Nuuk hat die Tötung von 221 Zwergwalen erlaubt und somit zum ersten Mal die Fangquote eigenmächtig festgesetzt.

Foto: pa/dpa/epa efe
Buckelwal
Grönland hat ein Sonderrecht für den streng limitierten Walfang

Kopenhagen/Nuuk. Das teilautonome Grönland gibt erstmals mehr Wale zum Abschuss frei als von der Internationalen Walfangkommission (IWC) festgesetzt. Wie die Wochenzeitung "Sermitsiaq" aus der grönländischen Hauptstadt Nuuk berichtete, hat die Landesregierung die Tötung von 221 Zwergwalen erlaubt statt von 211 wie im vergangenen Jahr. Die IWC hatte bei ihrer Jahrestagung im Juli in Panama-Stadt alle Anträge abgewiesen, die Grönland mit Unterstützung von Dänemark auf höhere Fangquoten gestellt hatte.

Die Bevölkerung auf der riesigen Polarinsel ist für ihren Eigenbedarf an Walfleisch wie andere Urbevölkerungen auch vom weltweiten Fangverbot für die Meeressäuger ausgenommen. Die Landesregierung in Nuuk erklärte zur erstmals eigenmächtigen Festsetzung von Quoten: "Wenn die internationale Gemeinschaft das nicht schafft, muss Grönland es eben selbst tun."

ie Generalsekretärin der Umweltstiftung WWF in Dänemark, Gitte Seeberg, kritisierte die Entscheidung in der Zeitung "Politiken": "So etwas untergräbt das System für die Zusammenarbeit in der IWC. Und es untergräbt den internationalen Ruf von Grönland."

(dpa)
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