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Wissen

Schweinegrippe: Weltweit 185.000 Kranke

Deutlich mehr Kranke zum Urlaubsende

Weltweit sind inzwischen fast 185 000 Menschen an dem neuen Schweinegrippe-Virus A (H1N1) erkrankt und 1247 Menschen daran gestorben.

Reiserückkehrer bringen häufig eine Schweinegrippen-Infektion im Urlaubsgepäck mit nach Hause. Auf Flughäfen sind daher verstärkt Mitarbeiter des Gesundheitsamtes im Einsatz.
Foto: AP

Hamburg. Unter den in Deutschland registrierten Fällen stammen die meisten Infektionen nach wie vor aus dem Ausland. Deshalb rechnen alle Experten damit, dass zum Ende der Schulferien die Zahl der Grippefälle sprunghaft ansteigen wird. Die nordrhein-westfälische Landesregierung denkt derzeit darüber nach, den am 17. August geplanten Schulbeginn zu verschieben. Prof. Christian Meyer, Internist am Hamburger Bernhard-Nocht-Institut, hält davon wenig: "Die Schüler gehen dann ins Freibad, ins Kino oder in die Diskothek und infizieren sich dort."

 

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NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) will zum Schulstart zumindest besondere Verhaltensregeln aufstellen. In den Schulen soll verstärkt auf Hygiene geachtet werden. Wenn bei einem Schüler oder Lehrer der Verdacht besteht, dass er an der Grippe erkrankt ist, soll dieser zu Hause bleiben. Das Gleiche gilt, wenn engste Familienangehörige infiziert sind.

Christian Meyer warnt vor Panik: "Noch handelt es sich bei der Schweinegrippe um eine vergleichsweise harmlose Erkrankung. In Deutschland hat es noch keinen Toten gegeben." Dennoch machen sich viele Bundesbürger Sorgen. Jeder zweite habe sein Verhalten geändert, ergab eine Umfrage für das Magazin "Focus". Demnach waschen sich 37 Prozent der Deutschen öfter die Hände, um sich vor der Infektion zu schützen, 20 Prozent meiden Menschenansammlungen, 16 Prozent vermeiden Umarmungen und Begrüßungsküsse, 15 Prozent schütteln ihrem Gegenüber möglichst nicht die Hand.

Nach Medienberichten plant die EU einen Sondergipfel der Gesundheitsminister nach der Sommerpause, um eine Strategie gegen die Schweinegrippe festzulegen. Nach wie vor ist Großbritannien mit knapp 11 900 Erkrankten innerhalb der EU-Länder besonders betroffen, gefolgt von Deutschland mit etwa 6100 registrierten Fällen.

 

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