19.11.12

Aale mit Chips unter der Haut sollen Artgenossen im Main schützen

Erlabrunn. Werden die Fische unruhig, weil sie wandern wollen, registrieren Sensoren dies - und öffnen ihren wilden Artgenossen die Wehre. Mithilfe von Chips unter der Haut von 60 Aalen in Becken neben zwei unterfränkischen Wasserkraftwerken sollen die Aale im Main auf ihrem Weg zu den Laichgebieten im Meer besser geschützt werden. Die Rhein-Main-Donau AG, Besitzer fast aller Wasserkraftwerke am Main, stellte ein entsprechendes Frühwarnsystem vor.

Lösen die Kontrolltiere Alarm aus, werden die Wehre geöffnet und die Turbinenleistung um 50 Prozent reduziert. So erhöhe sich die Chance, dass die Fische durch das Wehr und nicht durch die Turbinen schwimmen und dort verletzt oder getötet werden.

(dpa)
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