TV an Stereoanlage 27. April 2012 | test 5/2012
Zur EM den richtigen Sound
Wie Sie den Fernseher mit der Stereoanlage verbinden, damit er gut klingt.
So gut das Bild eines Flachbildfernsehers auch ist – der Sound fällt oft mau aus. Das liegt zum einen daran, dass die flachen Gehäuse zu wenig Resonanzraum für guten Klang bieten. Zum anderen hängen die Flachen oft an der Wand, was die Klangqualität zusätzlich mindert. Zur Fußball-EM heißt daherdie richtige Taktik für Klang-Fans: Teamarbeit zwischen Fernseher und Stereoanlage. Die Stiftung Warentest erklärt, wie die am besten funktioniert. Stadionklang gelangt auch ohne Heimkinoanlage ins Wohnzimmer, auf zwei Wegen: analog oder digital.
Hat der Fernseher einen analogen Cinch-Ausgang, erfolgt die Verbindung über ein Cinch-Kabel, mit je einem roten und einem weißen Stecker auf jeder Seite. Wenn der Fernseher keinen Cinch-Ausgang hat, kann der Ton über den Kopfhörerausgang übertragen werden. Das funktioniert mit einem Klinke-zu-Cinch-Kabel. Es hat den weiß-roten Stecker nur auf einer Seite, einen Kopfhörerstecker auf der anderen. Ganz gleich welche Lösung Fans von Stadionatmosphäre wählen – sie müssen das Kabel mit einem analogen Eingang an der Stereoanlage (zum Beispiel "Aux") verbinden und die Anlage entsprechend auf "Aux" schalten.
Nicht jeder Fernseher schaltet automatisch die eigenen Lautsprecher ab, sobald ein Kopfhörerstecker eingesteckt ist. Für einen optimalen Klang sollten nur die Lautsprecher der Anlage zu hören sein, der Fernseher sollte so leise wie möglich sein. Die Lautstärke für den Kopfhörerausgang wird am Fernseher am besten auf zirka zwei Drittel des Maximums gestellt und über die Stereoanlage geregelt.
Neuere Fernseher und Stereoanlagen übertragen den Ton auch digital. Dafür gibt es zwei Möglichkeiten. Bei der optischen Methode leitet der Fernseher das Tonsignal per Infrarotlicht durch ein Glasfaserkabel an die Anlage. Bei der zweiten Methode wird das Tonsignal digital elektrisch übertragen. Zu erkennen sind die Anschlüsse an Kennzeichnungen wie "Digital Out" oder "S-P/DIF". Anschluss und Stecker bei der elektrischen digitalen Übertragung sind häufig orange. Vorteil: Der Fernseher leitet den Ton störungsfrei und mit mehr Tonkanälen an die Anlage weiter. Gerade bei Sportübertragungen strahlen die Sender auf ihren HD-Kanälen sehr guten Ton aus. Wer den in seiner vollen Qualität an die Anlage weiterleiten will, nutzt besser die digitale Übertragung.
Der Ton muss nicht zwingend vom Fernseher an die Anlage übertragen werden. Auch Sat-Receiver oder DVD-Spieler verfügen oft über Audioausgänge. Hat der Fernseher zum Beispiel "nur" einen analogen Ausgang, der Sat-Receiver aber einen digitalen, ist es durchaus sinnvoll, den Ton direkt vom Receiver zur Anlage zu bringen. Achtung: Der Ton läuft dann nur über die Anlage, wenn der Receiver zum Fernsehen benutzt wird. Soll der Ton auch beim DVD-schauen aus der Stereoanlage kommen, wird dieser gegebenenfalls ebenso mit der Stereoanlage verbunden. Beim Audioanschluss über den Receiver kann es zu einem Problem bei der Synchronizität von Bild und Ton kommen: Der Ton ist schneller bei der Stereoanlage als das Bild auf der Mattscheibe. Bei manchen Geräten kann über das Menü der Ton verzögert werden.
