24.02.12

Sommerreifen 24. Februar 2012 | test 3/2012

Gut ist nur jeder Dritte

Sommerreifen müssen griffig, verschleißfest und spritsparend sein.

Ein guter Sommerreifen muss bei trockener und nasser Straße stets zuverlässig Kontakt zur Fahrbahn bieten, außerdem lange halten und verbrauchsgünstig abrollen. Das schafft aber nur jeder Dritte, wie die Stiftung Warentest im Test von 30 Reifen für Klein-, Kompakt- und Mittelklassewagen beweist.

Bei den 15 Kleinwagenreifen fährt der Continental EcoContact 5 knapp vor dem Michelin Energy Saver und dem Pirelli Cinturato P1 an die Spitze. Preiswert und auch gut, sind der Apollo Amazer 3G Maxx und der Barum Brillantis 2. Weitere Pneus waren wegen Schwächen auf Nässe nur befriedigend. Der Infinity Inf-030 war als einziger Reifen im Test in diesem Prüfpunkt sogar mangelhaft. Sein Nasshandling ist miserabel und der Bremsweg viel zu lang.

Unter den 15 Reifen für Kompakt- und Mittelklasseautos bilden Continental PremiumContact 5, Dunlop SP Sport Fastresponse und Goodyear OptiGrip das Spitzentrio. Knapp gefolgt vom Bridgestone Turanza T001 und Semperit Speed-Life. Wegen leichter Schwächen auf Nässe oder geringerer Verschleißfestigkeit reichte es bei den übrigen zehn Testreifen nur zum Qualitätsurteil befriedigend.

Die Unterschiede bei der Verschleißfestigkeit sind besonders groß. Ein guter Reifen fährt oft doppelt so weit, wie ein schlechter. Wieder einmal zeigte sich im Test die Wechselwirkung zwischen Nassgriff und Verschleiß: Der besonders langlebige C Formula zeigt Schwächen auf Nässe, während sich der griffige Nexen N8000 doppelt so schnell abfährt wie der C Formula.

Kleinwagenreifen der Kategorie T müssen bis 190 Kilometer pro Stunde (km/h) sicher sein, die größeren V-Reifen bis zu 240 km/h. Der Test auf dem Prüfstand bestätigt: Alle Reifen sind nicht nur sicher bis zur Höchstgeschwindigkeit, sondern bieten auch ausreichende Reserven.

Weitere Informationen: Zeitschrift test 3/2012 und www.test.de/sommerreifen