Flugbuchung im Internet 27. Januar 2012 | test 2/2012
Vergleichen und sparen
Flugpreisvergleiche lohnen sich. Buchungsportale sind nicht immer top.
Wer günstig abheben will, muss akribisch die Preise vergleichen. Bester Startplatz für die Suche ist das Internet. Preissuchmaschinen und Online-Reisebüros versprechen, unter tausenden von Tarifen den besten herauszufischen. Preissuchmaschinen durchforsten die Webseiten von Airlines und Online-Reisebüros. Mit dem Klick auf das gewünschte Angebot wird der Suchende auf die Seite des Anbieters weitergeleitet, wo er den Flug dann buchen kann.
Die Stiftung Warentest hat sich acht Preisvergleichsseiten und neun Online-Reisebüros genauer angesehen und jeweils nach dem günstigsten Preis für 15 One-way-Flüge gesucht. Das Resultat ist erfreulich: Alle geprüften Preissuchmaschinen finden günstige Flüge. Die besten Ergebnisse erzielten www.billigflieger.de, www.momondo.de und www.swoodoo.de. Zwiespältig ist das Ergebnis bei Skyscanner. Das englische Portal ermittelte zwar viele Schnäppchen, lag mit dem Suchergebnis aber auch mal daneben. Nach einer Studie von billigflieger.de sparen diejenigen, die vergleichen und nicht gleich beim erstbesten Anbieter buchen, im Schnitt rund 27 Prozent. Wer auf das absolut günstigste Angebot Wert legt, sollte aber immer mehrere Vergleichsseiten heranziehen.
Alle Flugpreisvergleiche präsentieren auch die Angebote von Billigfliegern. Die angegebenen Preise müssen insgesamt aber nicht immer die günstigsten sein. Denn es können noch etliche Zuschläge dazukommen, zum Beispiel fürs Gepäck. Wer das Ticket mit Kreditkarte bezahlt, muss nicht nur bei den Billigfliegern mit Zusatzkosten rechnen, auch Lufthansa, Swiss, Austrian und Brussels Airlines kassieren eine Gebühr. Bei der Lufthansa heißt sie Optional Payment Charge und beträgt je nach Flugstrecke zwischen 5 und 18 Euro.
Die 15 Flüge, mit denen die Preisvergleiche geprüft wurden, dienten auch als Test für neun Online-Reisebüros. Die holländische Seite cheaptickets.de ging hier als Preissieger hervor, sie lieferte am häufigsten die günstigsten Flüge. Cheaptickets.de findet fast immer günstige Flugpreise, berechnet aber eine Reservierungsgebühr. Die kann der Reisende oft sparen, wenn er direkt bei der Airline bucht. Günstige Flüge bieten noch die Portale expedia.de und lastminute.de. Opodo.de und ebookers.de offerieren auch viele Schnäppchen, versuchen aber ihre Kunden mit einer voreingestellten Versicherung zu übertölpeln. Fly.de ist insgesamt am teuersten und integriert auch eine Reiserücktrittsversicherung.
Vorsicht ist bei fluege.de angebracht. Das Portal der Leipziger Firma Unister mit der Galionsfigur Reiner Calmund steht seit einiger Zeit in der Kritik. Der zunächst angegebene Preis führt hier zu einer Zwischensumme, zu der Gebühren und Mehrwertsteuer addiert werden. Voreingestellt sind stets ein Umbuchungsservice für bis zu 33 Euro und oft ein Premium-Paket für 6 Euro. In Leserbriefen und Kommentaren auf test.de beschweren sich Kunden über fluege.de und die undurchsichtige Preisgestaltung dort. Sie beklagen, dass die Buchung nur eine "verbindliche Anfrage" sei und sie wegen Fehlermeldungen gezwungen seien, die kostenpflichtige Hotline anzurufen.
Weitere Informationen: www.test.de/flugbuchung
