16.12.11

Tagesgeld 28. Oktober 2011 | test 11/2011

Die Zuverlässigen bringen sichere Zinsen

Viele Angebote haben aber Haken – neun sind dauerhaft gut.

Viele Banken versuchen, Neukunden mit hohen Zinsen zu locken. Oft sind die Angebote zeitlich befristet oder an andere Bedingungen geknüpft. Wer einen guten Zinssatz für Tagesgeld möchte, muss aufpassen und die Konditionen genau lesen, warnt die Stiftung Warentest.

Neun Tagesgeldangebote mit variablem Zins haben in den vergangenen 24 Monaten immer die Top-20 von Finanztest erreicht. Sie sind also dauerhaft gut. Bei diesen Angeboten gilt: Die Kontoführung ist komplett kostenlos. Der Zins muss unbefristet und für mindestens 20 000 Euro gelten. Und er darf nicht an Bedingungen geknüpft sein.

Für Bankkunden, die ihr Erspartes täglich verfügbar und sicher anlegen wollen, ist Tagesgeld bei diesen neun Angeboten eine gute Möglichkeit. Viele dieser Angebote bieten zwischen 2 bis 2,7 Prozent Zins pro Jahr. Auch Festgeld für drei oder sechs Monate verzinsen die Banken derzeit kaum besser, obwohl das Geld in der Zeit für den Sparer – anders als beim Tagesgeld – nicht verfügbar ist.

Ein Tagesgeldkonto funktioniert ganz einfach: Der Anleger kann jederzeit Beträge einzahlen oder wieder abbuchen, und er erhält Zinsen. Um ein Tagesgeldkonto zu eröffnen, muss er ein Konto als Referenzkonto angeben, etwa sein Girokonto. Alle Ein- und Auszahlungen auf das Tagesgeldkonto laufen über dieses Konto. So ist sicherge-stellt, dass Zahlungen vom Tagesgeldkonto nicht an Dritte gehen können.

Einlagen wie Tagesgeld sind bei allen Banken in der Europäischen Union bis zu 100 000 Euro pro Kunde geschützt. Darüber hinaus gibt es seitens der Banken verschiedene Einlagensicherungssysteme, die auch Anlagen jenseits der 100 000 Euro absichern.