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Kühlschränke 24. Juni 2011 | test 7/2011

Mit Köpfchen kühlen

Trotz Energielabel A++ enttäuschten einige Kühler beim Stromverbrauch.

Kühlschränke sind treue Mitbewohner. Lebenserwartungen von 10 bis 15 Jahren sind keine Seltenheit. Neben den Anschaffungskosten verursachen sie auch Stromkosten. Bei den aktuell getesteten Geräten belaufen sie sich auf etwa 20 bis 35 Euro pro Jahr. Die Stiftung Warentest hat 19 frei aufzustellende Kühlschränke (inklusive Baugleichheiten) getestet. Neben kleinen Kühlschränken mit und ohne Gefrierfach waren auch erstmalig große Kühlschränke ohne Gefrierfach dabei.

Der Energieverbrauch vieler Kühler liegt im Alltag meist höher als die von den Herstellern angegebenen und von den Warentestern gemessenen Werte. Der Grund: die Gewohnheiten der Nutzer. Mit jedem Öffnen der Kühlschranktür und beim Verstauen des Wocheneinkaufs gelangt Wärme in den Kühlraum. Die muss der Kompressor wieder nach draußen befördern. Dazu ist zusätzlich Energie erforderlich. Die wurde diesmal gemessen und auch bewertet. Das Ergebnis: Der Stromverbrauch der Kühlschränke erhöhte sich bei zweimaligem Einkauf und Einlagern in der Woche um 8 bis 25 Prozent.

Ein interessantes Ergebnis zeigt der Gruppenvergleich im Test: Die großen Kühlschränke ohne Gefrierfach verbrauchen mit 98 bis 121 Kilowattstunden im Jahr nicht unbedingt mehr als die kleineren ohne Gefrierfach mit 90 bis 128 Kilowattstunden.

Die billigen Modelle von Bomann, PKM und Exquisit enttäuschen beim Stromverbrauch auf ganzer Linie, obwohl der Exquisit-Kühler das Energielabel A++ für energiesparenden Verbrauch trägt. Alle drei Geräte weisen eine Besonderheit auf: Die Wärme wird an der Seite abgeführt und nicht wie gewohnt an der Rückwand. Kein Problem, solange der Kühlschrank frei steht. Das ist aber nicht immer der Fall. Eher werden die Geräte eng am nächsten Küchenschrank platziert.

Durch die Kühlung an der Seite ist nach hinten mehr Platz. Dadurch sind die Geräte etwa 10 Zentimeter kürzer und auf den ersten Blick gut geeignet für schmale Küchen. Doch auch zur Rückwand sollten die Geräte einen Mindestabstand von einigen Zentimetern einhalten. Denn auch der Kompressor muss noch Wärme abführen.

Fünf Kühlschränke im Test haben eine Schnellkühlfunktion: der kleine Bosch, die großen Geräte von Liebherr und Siemens und deren Baugleichheiten. Eine Superfrostschaltung besitzt als einziger der kleine Kühlschrank mit Gefrierfach von Liebherr. Einmal eingeschaltet, schaltet die Superfrostfunktion erst nach 65 Stunden automatisch wieder ab. Für diese Funktion verbrauchen die Geräte geringfügig mehr Energie. Dadurch kühlen die Lebensmittel schneller ab. Das ist besonders in den Sommermonaten sinnvoll. Hitze im Auto oder während des Einkaufs kann empfindlichen Lebensmitteln zusetzen. Turbokühlungen wirken dem Tatendrang vieler wärmeliebender Bakterien und Keime entgegen.

 

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