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Leben mit der Angst vor Terror

September: Der Anschlag in New York bewegt Jugendliche nachhaltig: Wir müssen uns mit der aktuellen Situation mehr auseinander setzen.

In letzter Zeit beschäftigt mich ein Thema ganz besonders: der Terrorismus. Ständig hört man im Radio neue Schreckensnachrichten, sieht im Fernsehen erschreckende Bilder, und eigentlich sind die meisten Jugendlichen nicht ausreichend zu diesem Thema informiert.

Ich habe mit mehreren Gleichaltrigen gesprochen und sie gebeten, mir von ihren Gedanken zu erzählen. Zunächst nahm niemand meine Fragen wirklich ernst, doch als ich sie bat, mal darüber nachzudenken, sagten alle so ziemlich das Gleiche.

Danach ergibt sich für mich folgendes Bild: Seit dem 11. September 2001 sehen Jugendliche öfter die Fernsehnachrichten als vorher. Zwar fühlt die Mehrheit sich in Deutschland vor ähnlichen Angriffen sicher, ahnt aber, wie groß Grauen und Schock für die direkt Betroffenen sind.

Das war auch zu spüren, als wir damals nach dem Attentat auf das World Trade Center alle sehr betroffen zur Schule gingen und, statt Unterricht zu machen, unsere Gedanken und Ängste aussprachen. Wir konnten uns in Kondolenzbücher eintragen, Schweigeminuten wurden gehalten, und es war, angesichts des schrecklichen Ereignisses, schön, in der Schule zu sein. Alle waren ruhig und gingen einfühlsam miteinander um.

Ich denke, dass die aktuelle politische Situation jeden einzelnen Menschen betrifft und man sich damit auseinander setzen sollte.

Zwar verstehe ich nicht allzu viel von Politik, glaube aber trotzdem, dass ziemlich viel falsch gemacht wurde und wird.

Im Grunde wollen doch alle das Gleiche: Jeder wünscht sich, glücklich und vor allem friedlich zu leben, und trotzdem bewegen uns die Mächtigen aller Seiten in eine völlig andere Richtung. Durch deren oft stures und egoistisches Verhalten wird sich bestimmt auch in Zukunft nicht viel zum Positiven ändern, und genau das macht mir Sorgen.

Im Geschichtsunterricht haben wir die schrecklichen Geschehnisse in Kriegen behandelt. Jeder weiß, welche Auswirkungen sie hatten, trotzdem kommt es überall auf der Welt immer wieder zu solchen Katastrophen. Vielleicht ist es angeraten, auf die Sehnsüchte und Wünsche meiner Generation zu hören: Wir wollen ein friedliches und verständnisvolles Miteinander.

Viele Jugendliche sehen jetzt öfter die Fernsehnachrichten. Im Grunde wollen sie alle das Gleiche: Sie wünschen sich ein friedliches Miteinander.

Julia Zajaczkowska 10 b Albert-Schweitzer-Gymnasium

 

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