28.08.12

Elektronikmesse

Die Highlights der IFA: Smart TV, OLED und Ultrabooks

Zur IFA bringen die großen Elektronikhersteller wieder ihre aktuellen Highlights nach Berlin. Neue Flachbildfernseher sind die Stars.

Foto: picture alliance / dpa/dpa
Themenpaket IFA
Archivbild der IFA in Berlin - auch in 2012 wird ab 31. August wieder das neueste aus Technik und Elektronik präsentiert

Berlin. Neue Flachbildfernseher werden auch in diesem Jahr zu den absoluten Highlights auf der IFA in Berlin gehören. Inzwischen hat sich die Verbindung zum Internet fast zum Standard entwickelt. Unter den Top-Modellen gebe es kaum mehr ein Gerät, das nicht netzfähig ist, sagte Hans-Joachim Kamp, Vizepräsident des Elektronikverbands ZVEI. Nach langer Begriffsverwirrung hat sich die Branche nun auf den einprägsamen Namen Smart TV – analog zum Smartphone – geeinigt.

"Wir haben viel um den Begriff gestritten", sagt Kamp. Ein Ergebnis sei, dass Begriffe wie Hybridfernsehen oder HbbTV in der Bevölkerung kaum bekannt seien. Bei aller Vielfalt sei die Industrie aber aufgefordert, unter den Verbrauchern keine Verwirrung zu stiften.

+++ Abendblatt-Special zur IFA 2012 in Berlin +++

Ähnlich wie beim Smartphone mit dem Telefonieren werde beim Smart TV die Hauptfunktion, das lineare Fernsehen, in den Hintergrund rücken, erwartet Kamp. Allerdings hat nach wie vor jeder Hersteller seine eigene Oberfläche, die er mit verschiedenen Apps von Medienpartnern etwa für den Zugang zu Nachrichten, zur Video-Plattform Youtube, zu Facebook oder einem Video-on-demand-Anbieter bestückt.

Der Schlüssel des Erfolgs seien natürlich gemeinsame Standards, sagte Kamp. "Die Frage ist nur, wie lang der Weg dorthin ist." Wesentlich sei aber die Zukunftssicherheit, die inzwischen bei den meisten Geräten gegeben ist: Dank Internetverbindung lassen sie sich über Software-Updates nachrüsten. Und zum weltweiten Standard entwickelt sich derzeit HbbTV. Damit lassen sich über einen roten Button bereits alle Mediatheken der öffentlich-rechtlichen Sender direkt am Fernseher abrufen. Der Standard werde inzwischen in über 20 EU-Ländern und selbst in Asien genutzt, sagte Jürgen Sewczyk, Vorstand der Deutschen TV-Plattform.

Bei der Bildqualität haben die Hersteller erneut kräftig nachgelegt. An der neuen Display-Technologie OLED wurde viele Jahre geforscht und getüftelt. Herausforderung war, die organischen Displays auch in großen Bildschirmgrößen halbwegs kostengünstig herzustellen. Samsung will neben seinem Flaggschiff, dem ES 9090 mit 75 Zoll Bildschirmdiagonale nun auch einen OLED-Fernseher in Berlin zeigen. Das Gerät mit 55 Zoll Bildschirmdiagonale soll noch in diesem Jahr in Deutschland im Handel verfügbar sein, sagte Kai Hillebrandt von Samsung. Auch LG Electronic hat einen ersten 55-Zoll-Fernseher mit OLED im Gepäck. Der 55EM9600 soll zu Weihnachten für rund 10 000 Euro in den Handel kommen.

Das selbstleuchtende, organische Material ermöglicht deutlich bessere Kontraste, und es kann – anders als LCD-Displays – richtiges Schwarz wiedergeben. Schnelle Bewegungen werden durch eine größere Bildwiederholrate schärfer angezeigt, und der Blickwinkel ist im Vergleich zu LCD noch einmal vergrößert, so dass man sogar von der Seite ein verzerrungsfreies Bild hat. Für noch natürlichere Farben nutzt LG statt des üblichen Farbmodells aus Rot, Grün und Blau (RGB) noch einen Weißanteil pro Bildpunkt. Mit WRGB sollen die Farben für das menschliche Auge noch natürlicher wirken.

Die Displays sind teils nur noch 4 Millimeter dick. Die flachen Flundern müssen deshalb noch zusätzlich verstärkt werden, damit die Stabilität gewahrt wird. LG etwa nutzt dafür Karbonfasern.

Die Medienunterhaltung macht aber künftig nicht mehr am Fernseher halt. Das laufende Programm lässt sich inzwischen auch bruchlos am Smartphone und Tablet weiterverfolgen. Das Fernsehen befreit sich damit nicht nur aus der zeitlich linearen Ausstrahlung, sondern auch von der Anbindung an einen festen Ort.

Die mobilen Geräte lösen ohnehin mehr und mehr die klassische Fernbedienung auch des Fernsehers ab. Und für die gesamte Branche der Unterhaltungselektronik rücken Smartphone und Tablet immer mehr in den Mittelpunkt. Spannend könnte es auf der IFA bei Smartphones werden, wenn möglicherweise schon erste Geräte mit Microsofts neuem Betriebssystem Windows Phone 8 zu sehen sein werden. Noch sind allerdings weder Partner des Softwareherstellers noch ein Veröffentlichungstermin bekannt.

Neue Ultrabooks wird es unter dem Funkturm ebenfalls zu sehen geben. Die neue Geräte-Kategorie, die Intel mit seinen Vorgaben an Apples Macbook Air angelehnt hat, soll den Absatz der PCs wieder ankurbeln. Branchenbeobachter erwarten für die Ultrabooks zudem noch einmal einen deutlichen Fall der Preise.

Toshiba will ein Ultrabook im Format 21:9 vorstellen – das erste seiner Art weltweit. Es soll sich optimal für Microsofts PC- und Tablet-Betriebssystem Windows 8 eignen, das Ende Oktober auf den Markt kommt. Das breite Format ermögliche die Darstellung von sechs weiteren Kacheln, die Microsoft für das neue Oberflächendesign nutzt, sagte Sascha Lange von Toshiba. (DPA)

Entdecken Sie Top-Adressen in Ihrer Umgebung: Elektronik in Hamburg

Wichtige Infos für IFA-Besucher
Wichtige Infos für IFA-Besucher
Dauer: 31. August bis 5. September 2012
Öffnungszeiten: 10.00 bis 18.00 Uhr
Ort: Messegelände Berlin
Eintrittspreise für Privatbesucher:
Vorverkauf bis einen Tag vor Beginn: Tageskarte 11 Euro; Tageskasse: Tageskarte 15 Euro; ermäßigt 11 Euro. Schülerticket 6,50 Euro, Schulklassenticket 35 Euro; Familienticket (2 Erwachsene, 3 Kinder) 31 Euro; Happy-Hour-Ticket 9 Euro (ab 14.00 Uhr)
Verkehrsverbindungen:
Bus: X34, X49, 104, 139, 149, 218 bis Haltestelle Messedamm/ZOB/ICC
S-Bahn: Messe Süd - S3, S9, S75. Messe/Nord/ICC - S41, S42, S46. Westkreuz - S3, S5, S7, S41, S42, S46, S75
U-Bahn: U2 in Richtung Ruhleben, bis U-Bahnhof Kaiserdamm
Auto: Das Leitsystem "Messegelände" an den A10-Abzweigen "Nuthetal", "Oranienburg", "Schönefelder Kreuz" und "Pankow" führt direkt auf die Stadtautobahnen A111, A115 (Avus) und A100 zum AB-Dreieck "Funkturm", Ausfahrt "Messegelände". Fahrer auf der Avus sollten mehr Zeit einplanen, dort wird gebaut. (dpa)
IFA-Trends 2012 auf einen Blick
IFA-Trends 2012 auf einen Blick
Am 31. August startet die Elektronikmesse IFA in Berlin. Die wichtigstens Trends im Überblick:
Smart TV:
Zuletzt haben die Livestreams bei den Olympischen Sommerspielen demonstriert, wie wichtig die Bilder aus dem Internet geworden sind. Die TV-Geräte mit Internet-Anschluss bringen klassisches Fernsehen und Online-Dienste zusammen. Das können auch Angebote von Online-Videotheken oder Facebook sein. Auf der diesjährigen IFA werden mehr Fernseher denn je auch ins Internet gehen können.
OLED:
Die Elektronik-Konzerne haben jahrelang an der Technik geforscht. Die OLED-Displays (Organic Light-Emitting Diode) haben kontrastreiche Farben und sind noch deutlich dünner als aktuelle LCD-Bildschirme. Weil sie aber auch deutlich teurer waren, kamen sie bisher vor allem in Handys zum Einsatz.
Der erste OLED-Fernseher hatte einen Bildschirm in Tablet-Größe, aber einen stolzen Preis von1200 Dollar.mit Hilfe des Internets an die aktuelle Verkehrs- und Wetterlage anpassen. Dieses Jahr stellen Hersteller wie Samsung und LG in Berlin auch große Geräte aus.
Nahtlos von Bildschirm zu Bildschirm:
Video wird mehr denn je auch auf Smartphones und Tablet-Computer gesehen. Die neuen Online-Dienste ermöglichen auch einen komfortablen Wechsel zwischen verschiedenen Geräten. Die Eintrittshürde ist eine gut funktionierende Cloud-Infrastruktur, mit der die Daten abgestimmt werden.
Vernetzt im Auto:
Der Autokonzern Ford war schon vergangenes Jahr auf der IFA dabei und kommt jetzt wieder. Die Vision ist, dass sich das Auto mehr als bisher in den digitalen Lebensstil einfügt. Es soll nicht nur die Musik aus dem Smartphone oder anhand von Karten die Strecke berechnen, sondern den Weg sich mit Hilfe des Internets an die aktuelle Verkehrs- und Wetterlage anpassen. (dpa)
Die Favoriten unseres Homepage-Teams

HSV-Sportdirektor Frank Arnesen hat derzeit reichlich Gegenwind
20.05.13HSV
"Lauter Fallobst": Scharfe Kritik an Sportchef Arnesen

Nach Netzer schießen jetzt auch Schnoor und Hartwig gegen den Dänen. Arnesen habe "die falschen Spieler verpflichtet". Auch Son sei "nicht der große Spieler, zu dem er immer gemacht wird". mehr...


Victorias Marcus Rabenhorst stemmt im heimischen Stadion den Pokal in die Luft
20.05.13Oddset-Pokal
SC Victoria holt den Pokal und löst DFB-Pokal-Ticket

Durch ein 2:1 nach Verlängerung gegen den Oberliga-Meister FC Elmshorn hat sich der SC Victoria erneut den Titel im Hamburger Oddset-Pokal gesichert. Damit qualifiziert sich die Mannschaft von Trainer… mehr...


Am Sonntag kamen mehr als 20.000 Besucher zur IGS. Die Veranstalter hatten sich noch mehr erhofft.
20.05.13IGS in Wilhelmsburg
Pfingst-Regen kostet Gartenschau Besucher

Das lange Pfingst-Wochenende sollte der Durchbruch der Internationalen Gartenschau werden. Doch die Feiertage waren in Hamburg kühl, zeitweise regnete es sogar kräftig. Die Veranstalter wollen jetzt… mehr...


Russlands Präsident Wladimir Putin
20.05.13Wirtschaftsreformen
Russlands verzweifelter Kampf um neues Wachstum

Selten zuvor war der Reformdruck in Russland so hoch. Das ölgestützte Wirtschaftsmodell hat ausgedient, doch ein neues ist noch nicht in Sicht. Unter der Elite in Moskau macht sich Panik breit. mehr...

Alles über Ihre Straße

Top-Videos
Datenschutz
Viele Nutzer bezahlen im Internet mit Privatsphäre

Mehr als 2,4 Milliarden Menschen nutzen das Internet. Viele Soziale Netzwerke sind nur scheinbar kostenlos. Die Nutzer bezahlen mit ihrer…mehr »

Top Bildergalerien mehr

Mobile World Congress 2013

Von Höhlenforschern und Gangstern: Neue PC-Spiele

Rothenburgsort

Reh vor dem Ertrinken gerettet

Tornados wüten in vier US-Staaten

tb_meravis.gif
Meravis

Neuer Raum für Hamburgmehr

Highlights