21.08.12

iPhone 5

Deutschland wartet auf das neue iPhone: Mobilfirmen werben verhalten

Schon seit Monaten wird spekuliert, dass der Nachfolger des iPhone 4S ein deutlich größeres Display erhalten wird. Im Internet tauchten nun neue Fotos auf, die offenbar das Gehäuse des neuen Apple-Smartphones zeigen.

Foto: dpa
Das mögliche iPhone 5 auf einem Screenshot der japanischen Website ilab.cc der Firma iLab Factory
Das mögliche iPhone 5 auf einem Screenshot der japanischen Website ilab.cc der Firma iLab Factory

New York. Nicht nur die Apple-Fans warten, auch die Mobilfunkanbieter erhoffen sich von dem neuen iPhone 5 klingelnde Kassen - und können entsprechend das Erscheinen des neuen Smartphones kaum erwarten. Da die Gerüchteküche derzeit brodelt versuchen die großen Anbieter schoneinmal die Kunden auf die Wartelisten des eigenen Konzerns zu bekommen. Vodafone bietet etwa unter dem Motto "5, 4, III, 2...als erster dabei" einen Newsletter zu "Smartphone-Neuheiten".

Wie die WELT berichtet, gab es zuvor wesentlich deutlichere Anspielungen auf das iPhone in Form einer Zeichnung. Diese wurde allerdings mittlerweile wieder von der Seite entfernt. Die Telekom bietet sogar ein "Premieren-Ticket" an, eine Art Vorverkaufsrecht. Allerdings spricht keiner der Konzerne von dem neuen iPhone. Alleine schon weil die rechtlichen Auflagen von Apple als sehr streng gelten, wie es in dem Bericht der WELT heißt. Ausserdem: Wann das Gerät wirklich erscheint ist noch reine Spekulation.

Die Fans interessiert derweil vor allem zwei Fragen: Wann kommt es und wie lang wird es. Schon seit Monaten wird spekuliert, dass der Nachfolger des iPhone 4S ein deutlich größeres Display erhalten wird. Im Internet tauchten nun neue Fotos auf, die offenbar das Gehäuse des neuen Apple-Smartphones zeigen.

+++ Einfache Handys finden kaum noch Käufer +++
+++ Apple entfernt YouTube-App vom iPhone +++

Das neue iPhone 5 von Apple kommt wohl im September in die Läden. Wie das Smartphone aussehen wird, ist aber noch ein großes Geheimnis. Der Analyst Gene Munster rechnet damit, dass Apple bereits in den ersten zehn Tagen zwischen sechs und zehn Millionen Geräte verkaufen wird. In Deutschland bietet die Telekom bereits einen Vorverkauf an. Mit einem sogenannten "Premieren-Ticket" können sich die Fans des Apple-Smartphones eine frühe Lieferung sichern. Allerdings hat die Aktion einen Haken: Der bestehende Vertrag muss dafür verlängert oder ein Neuvertrag abgeschlossen werden.

In 27 Tagen soll das iPhone 5 vorgestellt werden, neun Tage später, am 21. September, in die Läden kommen. Da sind sich zumindest Computerexperten sicher. Apple wollte die Gerüchte bisher nicht bestätigen und macht es weiter spannend. Die Erwartungen an das iPhone 5 sind indes groß. Viele gehen davon aus, dass das Display größer wird. Beispielsweise hat das chinesische Multimedia-Portal "AppleDaily" Bilder des neuen Smartphones veröffentlicht. Auf den Abbildungen ist das Gehäuse acht Millimeter größer, als beim Vorgängermodell. Laut des Magazins "Wall Street Journal" soll das neue Display künftig auch vier Zoll groß sein. Außerdem werde das iPhone 5 flacher. Neu sei auch, dass der Anschluss für Kopfhörer nach unten wandert. Kann man den Bildern Glauben schenken, wird sich sogar der Anschluss für das iPhone ändern. Bisher verwendete Apple für all seine Geräte einen Universalanschluss, zum Beispiel für das Ladekabel. Sollte sich dies bewahrheiten, wird altes Zubehör, wie eine Dockingstation, nutzlos.

Gerätselt wird vor allem auch, ob Apple auf den LTE-Datenfunk verzichtet. Denn dieser benötigt deutlich mehr Strom, als andere Mobilfunktechnologien. Und weil der Akku des neuen iPhones flacher sei, schlussfolgern dies viel Computer-Experten. Marketing-Profis sehen ebenfalls den Verkaufsstart im September als sehr wahrscheinlich. Denn der weltgrößte Technologiekonzern achte darauf, das neueste Smartphone-Modell im Herbst kurz vor dem umsatzträchtigen Weihnachtsgeschäft in die Läden zu bringen.

Außerdem würde es dem Produktzyklus von Apple entsprechen, das Handy nach einem Jahr zu erneuern. Im vergangenen Quartal sackten schon die Verkäufe des aktuellen iPhone 4S ab, weil viele Kunden lieber das nächste Modell abwarten. Hinzu kommt, dass Apple unter verstärktem Erneuerungsdruck steht, seit Samsung sein Top-Modell Galaxy S3 auf den Markt gebracht hat. Es hat einen 4,8 Zoll (12,2 cm) großen Bildschirm, LTE, einen NFC-Chip für mobile Bezahlsysteme und kann zum Entsperren das Gesicht seines Besitzers erkennen.

+++ Apple gegen Samsung - Die nächste Runde ist eröffnet +++
+++ Apple wollte bei Twitter einsteigen +++

Neben Bilder tauchten in den vergangenen Wochen im Internet auch Videos vom neuen Gehäuse auf. Demnach behält es weitgehend das bisherige Design, aber die Rückseite soll nicht mehr aus Glas, sondern größtenteils aus Metall bestehen. Die Bilder könnten aber auch Fälschungen sein oder einen der vielen Prototypen zeigen, die Apple testet, aber dann verwirft. Auch vor dem Start vorheriger iPhone-Modelle waren immer wieder gefälschte Bilder veröffentlicht worden.

So machten im vergangenen Herbst Fotos von einem gewölbten iPhone 5 die Runde, das zum unteren Rand dünner wurde. Wenige Wochen darauf präsentierte Apple stattdessen das iPhone 4S, das das Äußere des vorherigen Modells beibehielt. Erst vor kurzem kam mit Bildern von Prototypen im Patentstreit von Apple und Samsung heraus, dass es tatsächlich einmal so einen "tropfenförmigen" Designentwurf gab. Die Unterlagen machten zudem erstmals deutlich, wie viele verschiedene Versionen in Apples Designschmiede ausprobiert werden.

Apple ist traditionell extrem verschlossen, wenn es um neue Geräte geht – das Unternehmen stellt sie erst kurz vor der Markteinführung vor, um nicht den Verkauf der Vorgängermodelle zu torpedieren. Als im April 2010 das Design eines neuen iPhone frühzeitig bekannt wurde - ein Apple-Mitarbeiter hatte ein Testgerät des iPhone 4 in einer Bar liegengelassen – brach der Absatz des alten iPhone 3GS regelrecht ein.

Die Möglichkeit, dass Apple das im Sommer 2010 mit dem iPhone 4 eingeführte Design im Prinzip beibehält, wurde von einigen Beobachtern sofort als zu geringe Veränderung kritisiert, die dem Konzern einen Dämpfer beim Absatz einbringen könne.

Wenn die aktuellen Medienberichte stimmen, würde Apple mit den neuen Geräten in mindestens zwei Punkten mit Ansichten seines legendären Gründers Steve Jobs brechen. Zum einen hielt der im vergangenen Herbst gestorbene Jobs eisern an der Bildschirmgröße von 3,5 Zoll (8,9 cm) für das iPhone fest, während Konkurrenten Geräte mit zum Teil deutlich größeren Displays bauten. Zum anderen stempelte Jobs die kleineren Tablet-Computer einmal berühmterweise als "Totgeburten" ab, weil ihre Bildschirme kein angemessenes Nutzererlebnis böten.

Der Wettbewerb könnte Apple nun jedoch zwingen, die alten Positionen zu überdenken. Bei den Smartphones ist vor allem Samsung mit seinen großen Bildschirmen sehr erfolgreich, die die iPhones relativ klein wirken lassen. Und bei den Tablet-Computern hält Apple mit seinem iPad zwar weiter klar die Spitzenposition. Doch Geräte wie Amazons Kindle Fire oder das neue Google Nexus 7 haben eine neue Kategorie kleinerer und vor allem deutlich günstigerer Tablets etabliert, die Apple nicht der Konkurrenz überlassen will. Daher wurde bereits seit einigen Monaten über die Tests eines "iPad mini" berichtet.


Mit Material von dpa und dapd

Apple: Zahlen und Fakten
Apple: Gegründet 1976 in der Garage von Steve Jobs' Eltern
Durchbruch mit Macintosh-Rechnern mit grafischer Oberfläche 1984
Vorstellung des ersten iPods zur Musikwiedergabe 2001
Einführung des Mobiltelefons iPhone 2007
Präsentation des Tablet-Computers iPad 2010
Geschätzter Firmenwert: mehr als 500 Milliarden Dollar
Rund 60.000 Mitarbeiter weltweit
357 Apple-Stores weltweit
Vorstandsvorsitzender: Tim Cook (dapd)
Die Favoriten unseres Homepage-Teams
Fussball
22.05.13HSV
Aus für Arnesen offiziell - Schmadtke neuer Favorit

Der HSV-Aufsichtsrat hat die Entlassung des Sportchefs beschlossen. Nachdem Andreas Rettig absagte, ist nun Jörg Schmadtke neuer Favorit auf den Posten. mehr...


2011 sicherte sich das ZDF-„heute-journal“ mit Claus Kleber die Zukunft: „heute journal plus“ ist die Internetvariante des Nachrichtenmagazins
22.05.13Kollegenschelte
Claus Kleber lästert über die "Tagesschau"

Der Chef des "heute-journals", Claus Kleber, und Ex-"Tagesthemen"-Moderator Ulrich Wickert halten das Konzept der "Tagesschau" für veraltet. Junge Leute brauchen die Sendung so nicht, finden sie. mehr...


Abgeblasen. Das Verteidigungsministerium hat die Entwicklung des Dronenprojekts „Euro Hawk“ gestoppt. Der Schaden geht in die Milliarden
22.05.13Euro Hawk
Ein Problem, so groß wie die Elbphilharmonie

Der Verteidigungsminister bricht sein Schweigen zum gescheiterten Drohnenprojekt Euro Hawk und verspricht Transparenz. Doch die verlorenen Millionen der Steuerzahler bringt das nicht zurück. mehr...

Menschenleeres Freibad
22.05.13Wetter
Schietwetter: Freibäder machen schon wieder dicht

Die Anlagen in Hamburg leiden unter dem anhaltenden schlechten Wetter. Die Feuerwehr rückte zu rund 100 Einsätzen aus, um vollgelaufene Keller und überflutete Straßen abzupumpen. In Winterhude lief… mehr...

Alles über Ihre Straße

Top-Videos
Datenschutz
Viele Nutzer bezahlen im Internet mit Privatsphäre

Mehr als 2,4 Milliarden Menschen nutzen das Internet. Viele Soziale Netzwerke sind nur scheinbar kostenlos. Die Nutzer bezahlen mit ihrer…mehr »

Top Bildergalerien mehr

Mobile World Congress 2013

Von Höhlenforschern und Gangstern: Neue PC-Spiele

Hamburg

Starkregen verursacht zahlreiche Schäden

Offiziell eingeweiht

Bildungszentrum in Wilhelmsburg eröffnet

tb_meravis.gif
Meravis

Neuer Raum für Hamburgmehr

Highlights