07.08.12

Neue mobile Spiele

Mario im Goldrausch und ein Experiment mit der Neugier

Ein Rollenspiel mit Piraten oder ein Hüpfspiel mit einem wohlbekannten Klempner: 3DS-Besitzer können diesen Monat zwischen vielen Titeln wählen.

Foto: picture alliance / dpa-tmn/Nintendo
Mario im Goldrausch und ein Experiment mit der Neugier
Ohne fleißiges Münzensammeln geht in "New Super Mario Bros. 2" nichts

Berlin. Nicht jeder Hersteller von Videospielen ist gleichermaßen kreativ: Bei "New Super Mario Bros. 2" halten sich die Neuerungen zum Beispiel in Grenzen. "Curiosity" ist dagegen ein neuartiges soziales Experiment mit der Neugier des Menschen. Und andere mobile Spiele wie "Freakyforms Deluxe" und "New Art Academy" verlassen sich vor allem auf die Ideen des Nutzers. Besitzer einer Playstation Vita warten dagegen weiter auf wichtige Neuerscheinungen.

Nintendo füllt das Sommerloch mit keinem geringeren als seinem bekanntesten Maskottchen. "New Super Mario Bros. 2" ist der Nachfolger des klassischen zweidimensionalen Jump'n'Runs für den DS, erscheint diesmal aber nur auf dem 3DS. Die Grafik hat dadurch eine zusätzliche Dimension gewonnen, das Gameplay nicht: Nach wie vor springt und läuft Mario nur von links nach rechts. Neben altbekannten Power-Ups wie dem Pilz, der Feuerblume und dem Waschbärschwanz kann der Klempner jetzt auch eine goldene Blume einsammeln und damit seine Gegner in Münzen verwandeln.

+++Gletscher, Geister und der Glöckner von Notre Dame+++

+++Esskultur belegt den letzten Platz+++

Generell verfällt Mario dieses Mal in einen regelrechten Goldrausch. Zum Tragen kommt das vor allem beim neuen Spielmodus Coin Rush, in dem in einem Level möglichst viele Münzen gesammelt werden müssen. Der persönliche Highscore kann online mit Freunden verglichen werden. Zusätzlich verspricht Nintendo eine Überraschung, wenn der Spieler eine Million Münzen gesammelt hat. Im Onlinemodus können zwei Spieler gemeinsam als Mario und sein Bruder Luigi durch die sechs verschiedenen Level hüpfen. "New Super Mario Bros. 2" steht ab dem 17. August für etwa 45 Euro in den Läden.

Peter Molyneux, Urgestein der Videospielbranche und Schöpfer von Meilensteinen wie "Populous", "Black & White" oder "Fable", startet mit seinem neusten Spiel für Android und iOS ein soziales Experiment. Die Spielwelt von "Curiosity" besteht aus einem großen Würfel, der wiederum aus 60 Millionen kleinen Würfeln besteht. Tief im Inneren des großen Würfels ist etwas verborgen. Was genau es ist, bleibt ein Geheimnis. Molyneux verspricht aber, dass es das Leben des Finders verändern wird. "Curiosity" soll weltweit und plattformübergreifend nur einen Sieger haben.

Um ins geheimnisvolle Innere des Würfels zu kommen, muss ein kleinerer Würfel nach dem anderen durch wiederholtes Antippen zerstört werden. Um schneller zu sein, kann der Spieler im Shop für echtes Geld hilfreiche Items kaufen. Das teuerste davon: Eine Diamanthacke für rund 64 000 Euro. Ob jemand wirklich so viel Geld ausgeben möchte, ist wohl die größte Frage bei "Curiosity". Wer an dem Experiment teilhaben möchte, kann das Spiel am 22. August kostenlos über den App Store und Google Play herunterladen.

Bereits erhältlich ist "One Piece Unlimited Cruise SP 2" für den 3DS, die Fortsetzung der Rollenspielumsetzung einer bekannten japanischen Zeichentrickserie. Die sogenannte Strohhutbande rund um Kapitän Monkey D. Luffy stürzt sich erneut ins Abenteuer und besucht zahlreiche merkwürdige Inseln voller seltsamer Gegner. Zwölf aus dem Manga und der TV-Serie bekannte Kämpfer können vom Spieler gesteuert werden. Jeder von ihnen hat von der legendären Teufelsfrucht gekostet und seitdem besondere Fähigkeiten, die im Kampf von Vorteil sind. Das actionreiche Abenteuer rund um Piraten und Schätze von Namco Bandai kostet etwa 30 Euro.

Nintendos "New Art Academy" verwandelt den 3DS in ein Atelier für die Hosentasche. Mit dem Stylus wird auf dem Touchscreen gezeichnet, gemalt, radiert und getuscht. In 32 neuen Lektionen werden die Spieler Stück für Stück an ihr erstes eigenes Meisterwerk herangeführt und häufen dabei nützliches Wissen über Kunst und Maltechniken an. Den großen Vorteil gegenüber den Vorgängern der Reihe zieht "New Art Academy" aus der verbesserten Technik des 3DS gegenüber dem DS. Vor allem die höhere Auflösung soll detailliertere Bilder ermöglichen. Dank der 3D-Fähigkeit des Handhelds lassen sich zudem Bilder mit räumlicher Tiefe zeichnen. Hobbykünstler müssen für das Malspiel etwa 33 Euro bezahlen.

"Freakyforms Deluxe" erscheint zunächst wie ein herkömmliches Jump'n'Run. Allerdings ist die Spielfigur dabei nicht vorgegeben, sondern muss vom Spieler selbst gemalt werden. Im Laufe des Abenteuers werden immer neue Gegenstände und Zeichenwerkzeuge freigeschaltet, mit denen sich neben der Hauptfigur auch die Spielwelt verändern lässt. Die eigenen Kreationen können auch mit Freunden getauscht werden. Das bunte und fantasievolle Spiel ist für etwa 30 Euro erhältlich.

Microsoft und der Personal Computer
Microsoft und der Personal Computer
Die Microsoft-Gründer Bill Gates und Pau Allen erkannten bereits Mitte der 70er Jahre, dass Betriebssysteme und Programme für Computer einen ganz neuen Markt begründen können. Bis zu diesem Zeitpunkt wurde Software stets in Verbindung mit der Hardware verkauft.
Microsoft entwickelte zunächst für den Hobbyisten-Computer Altair und die ersten Apple-Computer die Programmiersprache Basic. Den Durchbruch erreichte das junge Unternehmen 1980 durch einen Auftrag von IBM, für den ersten IBM-PC ein Betriebssystem (MS-DOS) zu liefern.
Gates hatte bei den Verhandlungen mit IBM hartnäckig darauf bestanden, die Software auch anderen Computer-Herstellern verkaufen zu können – und begründete damit die Software-Industrie. Parallel zu DOS und Basic entwickelte Microsoft Anwenderprogramme, die später beispielsweise im Büro-Pragrammpaket Office vermarktet wurden.
In den 80er Jahren entdeckte Gates die grafische Bedienungsoberfläche und ließ – sehr zum Ärger des damaligen Partners Apple – Windows programmieren. Apple hatte zu diesem Zeitpunkt mit Lisa und Macintosh bereits zwei Rechner auf dem Markt, die mit der Maus bedient wurden.
Windows 1.0 kam im November 1985 in die Läden. Es dauerte dann aber bis zur Version 3.1 (1992), bis Microsoft erste Klagen von Apple abgewehrt hatte und das System im Markt an Bedeutung gewann.
Den Durchbruch für das eigene Betriebssystem erzielten Gates und seine Mitstreiter dann 1995 mit Windows 95. Weitere Meilensteine in der Entwicklung sind Windows XP (2001) und Windows 7 (2009).
Im Gegensatz zu Wettbewerbern wie Apple hat Microsoft seine PC-Software stets an Hardware-Hersteller lizenziert und auf die Produktion eigener Personal Computer verzichtet.
Dies hat auch wesentlich zur rasanten Verbreitung von Windows beigetragen. Der Marktanteil des Microsoft-Systems liegt bei über 90 Prozent. Auch die ersten Schritte im Tablet-Markt unternahm Microsoft zusammen mit Hardware-Partnern
Eine Kombination von Hard- und Software hat Microsoft bislang in drei Fällen auf den Markt gebracht:
Im November 2001 trat der Konzern mit seiner Spielekonsole Xbox gegen Wettbewerber wie Sony, Nintendo und Sega an und führt mit dem Nachfolgemodell Xbox 360 inzwischen in diesem Segment.
Weniger Erfolg war dem Microsoft-Musikplayer Zune beschieden, der im November 2006 gegen den iPod von Apple positioniert wurde.
Im Oktober 2011 stellte Microsoft die Produktion des Zune ein.
Bereits nach 44 Tagen zog Microsoft im Sommer 2011 beim Smartphone Kin die Reißleine, weil sich das Projekt als kompletter Misserfolg erwies. (dpa)
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